Uhlenhorsterinnen verwandeln Matchball

HTC Uhlenhorst -
RTHC Leverkusen 6:4 (1:0)

Tore: 1:0 Zöller (10.), 2:0 Zöller (34.), 2:1 Pütz (34.), 3:1 Valentin (37., KE), 4:1 K. Windfeder (40., KE), 5:1 Zöller (43.), 5:2 Pütz (43.), 6:2 Valentin (47., KE), 6:3 Pütz (52.), 6:4 Wolff (57., KE)

HTCU: Grabowski; K. Windfeder, Schaunig, D. Terber, Martin Pelegrina, M. Terber, Valentin, Grote, Zengerle, Zöller

RTHC: Linden, Faßbender; Knöller, Lehmann, Meyer-Lindemann, Mittmann, Pütz, Seekamp, Sonneborn, Wagner, Wallbaum, Wolff

SR: Günnewicht/Lindemann (Düsseldorf/Essen)

Zuschauer: 80

Den ersten Matchball konnten die Hockeydamen des HTC Uhlenhorst nutzen. Sie besiegten am Samstag in der Sporthalle an der Lehnerstraße den RTHC Leverkusen mit 6:4 (1:0) und lösten damit schon zwei Spieltage vor dem Ende der Bundesligasaison das Ticket für das Viertelfinale der deutschen Meisterschaft. Damit hatten vor der Saison angesichts der starken Konkurrenz aus Düsseldorf und Köln nur die kühnsten Optimisten gerechnet.

Trotz des Erfolges registrierten die Mülheimerinnen den Endrundeneinzug eher nüchtern. Beim heimischen Erfolg über den RTHC hatten sie sich nicht mit Ruhm bekleckert. Dementsprechend gab es nach dem Schlusspfiff nur ein zartes Abklatschen statt Freudentänze. „Gegen tief stehende Mannschaften haben wir immer Probleme, uns ausreichend zu motivieren. Der Kampfes- und Siegeswille fehlte heute“, sagte Hanna Valentin. Die Mülheimerin, die zum erweiterten Kader des Damen-Nationalteams zählt, fügte hinzu: „Wir waren im Vergleich zu Düsseldorf und Köln in der Westgruppe der Underdog. Somit haben wir nicht damit gerechnet, das Viertelfinale zu erreichen.“

Am Samstag gingen die Uhlenhorsterinnen in der zehnten Minute durch Mirja Zöller mit 1:0 in Führung. Weitere Chancen blieben ungenutzt. Die Leverkusenerinnen, die nur auf Konter lauerten, hatten lediglich eine gute Möglichkeit. In der zweiten Minute hatte Torjägerin Serefina Pütz den Außenpfosten getroffen.

Nach dem Wechsel nutzten die Gastgeberinnen ihre Chancen zunächst konsequent aus. Mirja Zöller (34.), Hanna Valentin (37., kurze Ecke), Katharina Windfeder (40., kurze Ecke) und erneut Zöller (43.) schraubten den Vorsprung bei einem Gegentreffer durch Pütz (34.) auf 5:1. Nach weiteren Toren von Pütz (43.) und Valentin (47., kurze Ecke) kamen die Gäste in der Schlussphase auf 4:6 heran. Der Uhlenhorster Sieg geriet aber nicht in Gefahr.

„Leider waren wir in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zu unkonzentriert. In dieser Zeit konnten die Mülheimerinnen davonziehen. Nach dem 1:5-Rückstand haben meine Spielerinnen eine gute Moral bewiesen. Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden“, sagte der Leverkusener Trainer Norbert Zimmermanns. Der Uhlenhorster Coach Hanns-Peter Windfeder schimpfte über die fehlende Einstellung und Körperspannung seiner Spielerinnen in der ersten Halbzeit, war aber mit der Leistung nach dem Wechsel zufrieden.

So sagte er: „Es ging zu wie beim Handball. Die Leverkusenerinnen haben sich am Schusskreis verschanzt. Und unsere Aktionen waren in der ersten Hälfte zu langsam. Im Defensivbereich waren wir schlecht. Dieses Auf und Ab innerhalb eines Spiels ist das typische Problem der Mannschaft. Beim Stand von 5:1 dachten wieder alle, dass es ohne viel Einsatz so weiterlaufen werde. Doch wir spielen in der Bundesliga und nicht in der Oberliga.“