Uhlenhorsterinnen gehen im Spitzenspiel baden

Mirja Zöller (im Vordergrund) erzielte in Düsseldorf den Uhlenhorster Ehrentreffer.
Mirja Zöller (im Vordergrund) erzielte in Düsseldorf den Uhlenhorster Ehrentreffer.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Hockeydamen des HTC Uhlenhorst haben am Samstagnachmittag das Duell gegen den Bundesliga-Spitzenreiter Düsseldorfer HC klar mit 1:8 verloren. Vor 350 Zuschauern in der Halle „Am Seestern“ verspielten die Mülheimerinnen damit die Möglichkeit, als Erster ins Viertelfinale einzuziehen.

Düsseldorfer HC -
HTC Uhlenhorst 8:1 (3:0)

Tore: 1:0 Oruz (3.), 2:0 Oruz (8., KE), 3:0 Lhotak (20.), 4:0 Steindor (31.), 5:0 Gräve (40.), 6:0 Gräve (42.), 7:0 Schubert (46.), 7:1 Zöller (50.), 8:1 Oruz (59., KE)

HTCU: Grabowski; K. Windfeder, D. Terber, Schaunig, Martin Pelegrina, Valentin, Grote, M. Terber, Zengerle, Zöller

350 Zuschauer sahen am Samstagnachmittag ein einseitiges Spitzenspiel in der Hallenhockey-Bundesligagruppe West der Damen. Der HTC Uhlenhorst verlor die Partie überraschend deutlich mit 1:8 (0:3). Beide Mannschaften standen schon vor dem Anpfiff als Viertelfinalisten fest. Durch den Erfolg verschaffte sich der DHC eine wesentlich bessere Ausgangsposition als der HTCU für die am kommenden Samstag beginnende K.o.-Runde.

„Uns ist vorne nichts eingefallen. Und in der Deckung waren die Düsseldorferinnen viel beweglicher als wir. Der Wille und das Engagement waren da. Selbst beim Rückstand von 0:6. Aber wir fanden keine Lösung, um die gegnerische Deckung zu knacken“, sagte Lena Grabowski.

Ex-Mülheimerin Lhotak trifft für DHC

Die Uhlenhorster Torhüterin musste in der ersten Hälfte drei Mal hinter sich greifen. Selin Oruz eröffnete den Torreigen in der dritten Minute und legte kurz darauf zum 2:0 für Köln nach (8.). Dann sorgte die frühere Mülheimerin Pia Lhotak für den 3:0-Halbzeitstand (20.). Die Mülheimerinnen hätten kurz vor der Pause mit einer verwandelten Strafecke für Spannung sorgen können, doch diese Chance ließen sie aus.

Eine gute Viertelstunde benötigte der Spitzenreiter lediglich, um das Spiel in der zweiten Halbzeit zu entscheiden. Luisa Steindor (31.), zwei Mal Elisa Gräwe (40./42.) und Tessa Schubert (46.) machten mit ihren Toren zum 7:0 alles klar. Erst dann kamen die Uhlenhorsterinnen durch Mirja Zöller zum Ehrentreffer (50.). Kurz vor dem Ende erhöhte die dreifache Köner Torschützin Selin Oruz per verwandelter Strafecke auf 8:1.

Diese Packung ließ Hanns-Peter Windfeder in der Nacht von Samstag auf Sonntag keine Ruhe. Er studierte das Video von dieser Begegnung und sagte am Sonntag: „Wir hätten in Düsseldorf mit 3:1 oder 4:1 zur Pause führen können. Wir hatten genügend Chancen, kamen aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Ich war nachher schon froh, wenn wir nach eigenen Möglichkeiten nicht in eine Kontersituation geraten sind.“

Eine typische Szene spielte sich vor dem ersten Gegentreffer ab. Dinah Grote und Mirja Zöller hatten nur noch die gegnerische Torhüterin vor sich. Doch sie brachten den Ball nicht im Kasten unter. Stattdessen entwickelte sich ein Tempo-Gegenstoß, der zum 0:1 durch Oruz führte. Unsortiert und nicht entschlossen genug waren die Uhlenhorster Damen dann beim zweiten Gegentreffer durch Oruz wenig später. Im Anschluss an eine Kölner Ecke konnte Lena Grabowski den Ball zunächst abwehren, doch im Nachschuss gelang Oruz der Treffer. „Nach diesem Abpraller haben wir zugeschaut“, monierte Windfeder.

Nur eine Strafecke für Mülheim

Das Ganze zog sich wie ein roter Faden durch das Spitzenspiel, in dem sich die Düsseldorferinnen als das klar bessere Team darstellten. Die Mülheimerinnen brachten sie in der Sporthalle „Am Seestern“ durch Fehlpässe in der Offensive immer wieder aufs Neue in Schwierigkeiten. Der DHC konnte so sein gefährliches und erfolgreiches Konterspiel aufziehen. Auch der Plan, möglichst viele Strafecken herauszuspielen, ging bei den Mülheimerinnen nicht auf. Es gab nur eine Ecke kurz vor der Pause und diese Chance vergaben die Gäste kläglich.