Uhlenhorster trauern um Werner Duckscheer

Der HTC Uhlenhorst trauert um ein langjähriges Mitglied: Werner Duckscheer ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 86 Jahren verstorben. In Mülheim genoss er einen hohen Bekanntheitsgrad, weil er 45 Jahre lang — von 1950 bis 1995 — die Firma Fritz Graefer führte, bevor sein Sohn Jörg die alleinige Geschäftsführung übernahm.

Werner Duckscheer hinterlässt auch besonders große Spuren in der Mülheimer Sportfamilie. 1980 wurde von Vertretern der Industrie, des Sports und der Stadt Mülheim der bis heute existierende und funktionierende Förderkreis Mülheimer Sport gegründet. Ein Mann der ersten Stunde war Förderkreis-Mitgründer und das spätere Ehrenmitglied Werner Duckscheer. Damit hatte er sich in großem Stil für die Unterstützung des lokalen Spitzensports eingesetzt.

Werner Duckscheer blieb seinem HTC Uhlenhorst stets verbunden. Seit 1947 war er Mitglied des erfolgreichen Hockey- und Tennis-Clubs. Lange Jahre beteiligte er sich aktiv an der Vorstandsarbeit im Uhlenhorster Verein. Er führte die Tennisabteilung, erfreute sich aber auch am Hockeysport. Für die Vereins-Mannschaft „Knattermänner“ stand er zwischen den Pfosten. In seine ehrenamtliche Phase im Vereinsvorstand fiel der Bau der Tennis- und Hockeyhalle auf der Anlage am Uhlenhorstweg – mit Duckscheers tatkräftiger Unterstützung.

Am vergangenen Wochenende hätte es sich Werner Duckscheer, wenn es ihm noch möglich gewesen wäre, nicht nehmen lassen, den Hockey-Europapokal in der RWE-Sporthalle mitzuverfolgen. Vor dem Spiel zwischen den Uhlenhorstern und dem englischen Vertreter East Grinstead HC gab es eine Schweigeminute. Die Mülheimer spielten zudem mit Trauerflor — zum Gedenken an Werner Duckscheer, der sich so sehr für den Mülheimer Sport eingesetzt. 1998 hatte er deshalb auch die Ehrenspange der Stadt Mülheim verliehen bekommen. Nicht nur am Uhlenhorst wird Werner Duckscheer in bester Erinnerung bleiben.