Uhlenhorster Aufstiegsträume sind geplatzt

HTCU-Trainer Hanns-Peter Windfeder (Bildmitte) muss sein Damenteam erst wieder aufbauen.
HTCU-Trainer Hanns-Peter Windfeder (Bildmitte) muss sein Damenteam erst wieder aufbauen.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Die Damen des HTC Uhlenhorst haben in einem dramatischen Auswärtsspiel gegen den Großflottbeker THGC (1:2) den Aufstieg in die Erste Feldhockey-Bundesliga verpasst.

Großflottbeker THGC -
HTC Uhlenhorst 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Hansen (11.), 1:1 Zöller (21.), 2:1 Fischer (70., KE)

HTCU: Grabowski; Schaunig, Matthes, Rabiega, A. Windfeder, Birkner, Martin Pelegrina, Zengerle, Apeltrath, Valentin, M. Terber, Zöller, Grote, Wahl, Pluta, M. Kiefer

Unfassbar! Die Hockeydamen des HTC Uhlenhorst haben den Aufstieg von der Zweiten in die Erste Bundesliga nicht geschafft. Ein Unentschieden hätte im „Finale“ beim Großflottbeker THGC nach dem 5:1 am Vortag über den Klipper THC Hamburg zum Sprung in Deutschlands Eliteklasse auf dem Feld gereicht. Doch in letzter Minute kassierten die Mülheimerinnen den entscheidenden Gegentreffer zum 1:2 (1:1)-Endstand.

„In meiner Karriere musste ich so etwas zum Glück nicht erleben. Der Verlauf des Wochenendes war tragisch“, sagte Hanns-Peter Windfeder. Der Uhlenhorster Trainer musste im entscheidenden Match auf Leistungsträgerin Katharina Windfeder verzichten. Die Innenverteidigerin hatte sich am Samstag eine Fußverletzung (Verdacht auf Bänderriss) zugezogen. Damit war genau das eingetroffen, was die Uhlenhorster vor dem „Endspiel“ überhaupt nicht gebrauchen konnten. Dennoch waren die Hoffnungen bei den Spielerinnen, bei den Coaches und bei den Fans groß, den Traum vom Aufstieg auf der Anlage an der Otto-Ernst-Straße verwirklichen zu können.

800 Zuschauer, bestes Hockeywetter – die Voraussetzungen für ein großes Spiel waren gegeben. Die beiden Mannschaften enttäuschten die Fans auch in keiner Weise. Sie sahen ein intensives, hochklassiges Duell zweier Teams,. die beide in die 1. Bundesliga gehören. In der elften Minute brachte Kaja Hansen, die am langen Pfosten goldrichtig stand, die Gastgeberinnen mit 1:0 in Führung. Die Uhlenhorsterinnen reagierten aber nicht geschockt. In der 21. Minute erwischte Stürmerin Mirja Zöller einen abgefälschten Ball aus der Luft – 1:1! In der „Blitztabelle“ waren nun wieder die Mülheimerinnen auf dem „Platz an der Sonne“.

Zehn Minuten vor dem Spielende hätte Hanna Valentin vermutlich für die Entscheidung sorgen können. Die Uhlenhorsterinnen bekamen von den guten Schiedsrichtern Adamitz und Wawersik einen Siebenmeter zugesprochen. Valentin trat an und scheiterte mit einem Flachschuss an der blitzschnell reagierenden GTHGC-Keeperin Noelle Rother. „Wenn der drin gewesen wäre, hätte es für die Mülheimerinnen wohl gereicht“, meinte der Hamburger Trainer Michal Behrmann später.

Elf Feldspielerinnen

Die Zeit verging, die Uhlenhorsterinnen standen kurz vor dem Beginn einer Aufstiegsparty. Drei Minuten vor dem Ende wechselte Behrmann seine Torhüterin aus und schickte eine elfte Feldspielerin aufs Feld. Alles oder nichts! Die Hamburgerinnen konnten den Druck dadurch erhöhen und erzwangen eine zweite Strafecke. Windfeder: „Wir hatten alle den Eindruck, dass die Zeit abgelaufen war, bevor es zu dieser Szene kam. Und ob die Strafecke gegeben werden muss, weiß ich auch nicht. Aber ansonsten gab es an den Schiedsrichtern nichts auszusetzen. Sie haben das Spiel bis zur Schlussminute sehr gut geleitet.“

Die Mülheimerinnen schafften es, den Ball beim ersten Schussversuch abzuwehren. Plötzlich stand aber Sophie Fischer für einen Moment frei, sie drückte den Ball über die Linie. Der Abpfiff ging im Jubel der Hamburgerinnen unter, während die Mülheimerinnen traurig auf den Kunstrasen sanken.