Uhlenhorster 1:8-Klatsche gegen starke Kölner

In dieser unübersichtlichen Szene versucht der Kölner Benjamin Weß (l.) zu klären.
In dieser unübersichtlichen Szene versucht der Kölner Benjamin Weß (l.) zu klären.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Unter die Räder ist Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Sonntag gekommen. Er unterlag Spitzenreiter Rot-Weiß Köln mit 1:8.

HTC Uhlenhorst -
RW Köln 1:8 (1:3)

Tore: 0:1 M. Grambusch (5.), 1:1 Stralkowski (9., 7m), 1:2 Miltkau (22.), 1:3 Weß (24.), 1:4 Müller (39., KE), 1:5 Schwarzer (46.), 1:6 Miltkau (58.), 1:7 T. Grambusch (61., KE), 1:8 Miltkau (64.)

HTCU: Küppers, Glees; Weinke, Windfeder, T. Brinkmann, Keusgen, Schmitz, Matania, Stralkowski, Herzbruch, Terber, Fleckhaus, Nitschke, Bosserhoff, Godau, Schiffer, Hellwig

RWK: Aly; M. Grambusch, T. Grambusch, Delarber, Scholten, Menke, Schöllkopf, Hüttermann, Chorus, Weß, Schwarzer, Adrians, Zeller, Thiel, Miltkau, Müller

SR: Großmann-Bandis/Sohns (Hamburg)

Zuschauer: 450

Ein Debakel des HTC Uhlenhorst erlebten 450 Feldhockey-Fans am Sonntag im Waldstadion. Die Gastgeber unterlagen dem Bundesliga-Spitzenreiter Rot-Weiss Köln mit 1:8 (1:3). Dabei waren sie dem Favoriten insbesondere in der zweiten Halbzeit in allen Belangen unterlegen.

„Da müssen wir nicht lange drum herum reden. Die Niederlage in dieser Höhe ist sehr frustrierend. Nun müssen wir uns erst einmal schütteln und dann wieder angreifen“, sagte HTCU-Teammanager Horst Stralkowski. Sein Sohn Thilo, Kapitän der Mülheimer Hockey-Asse, fügte hinzu: „Es darf nicht sein, dass wir uns so wie heute in der zweiten Halbzeit präsentieren. Sogar in dieser Höhe ist die Niederlage verdient.“

Bereits in der fünften Minute brachte Mats Grambusch die Gäste mit 1:0 in Führung. Kurz darauf glich Thilo Stralkowski zum 1:1 per Siebenmeter aus (9.). In dieser Phase deutete noch gar nichts auf das unglaubliche Resultat hin. „Wir hätten auch mit 2:1 in Führung gehen können. Leider hapert es in dieser Saison eklatant an der Chancenverwertung“, so Horst Stralkowski. Stattdessen gelang den Kölnern die Treffer zum 2:1 durch Marco Miltkau (22.) und 3:1 durch Benjamin Weß (24.).

Benedikt Fürk noch immer verletzt

Nach der Pause wollten sich die Uhlen, die wieder ohne ihren am Oberschenkel verletzten Nationalspieler Benedikt Fürk auflaufen mussten, mit aller Kraft gegen die Niederlage stemmen, doch das frühe Gegentor zum 1:4 per Strafecke von Mathias Müller brach ihnen das Genick. Danach spielten die Kölner aus einer sicheren Defensive ihre Überlegenheit aus. Hendrik Schwarzer (46.) und erneut Marco Miltkau (58.) sorgten für den 1:6-Zwischenstand. Dann jagte Tom Grambusch nach einer guten Stunde den Ball nach einer Strafecke unter die Latte. Jetzt gelang dem Tabellenführer einfach alles. Für den Schlusspunkt sorgte Miltkau mit seinem dritten Treffer zum 1:8-Endstand (64.). Wenig später schlichen die Uhlenhorster Spieler mit gesenktem Kopf vom Feld. Diese Klatsche tat weh!

„Wir haben es einfach nicht geschafft, unser Spiel aufzuziehen und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Dadurch mussten die Spieler viel laufen, was dann gegen so ein starkes Team am Ende bittere Folgen hatte“, sagte die Uhlenhorster Trainerin Tina Bachmann. Die Interviews fielen ihr am Sonntag schwer – kein Wunder! Nun liegen die Uhlen zwei Spieltage vor dem Ende der Bundesligarunde zwei Punkte hinter dem ersten Endrundenplatz. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Konkurrenten noch Ausrutscher leisten.

Unfairer Rot-Weiß-Präsident

Die Fairness mit Füßen trat am Sonntag Dr. Stefan Seitz. Der Präsident des Kölner Vereins beleidigte den HTCU-Kapitän Thilo Stralkowski während des Spiels mehrfach. Er gab damit eine peinliche Figur ab! Und das als Vereins-Chef.