Uhlen sind unter Zugzwang

Tina Bachmann hatte es in den vergangenen Wochen nicht leicht. Nach vier sieglosen Spielen in der Feldhockey-Bundesliga kam die Pause für die Spieler und die Trainerin des HTC Uhlenhorst vielleicht gerade zur rechten Zeit, aber so richtig eingespielt gehen die Mülheimer nicht in den vorletzten Liga-Doppelspieltag mit den Heimpartien im Waldstadion gegen den Mannheimer HC (Samstag, 16 Uhr) und den Tabellenführer und West-Rivalen Rot-Weiss Köln (Sonntag, 14 Uhr).

„Wir haben nicht ein einziges Mal in kompletter Besetzung trainieren können. Die Nationalspieler waren in dieser Phase viel unterwegs“, sagt Thilo Stralkowski, der ja eigentlich selbst einer ist. Ohne ihn qualifizierte sich die deutsche Nationalmannschaft als Sieger des World-League-Halbfinalturniers in Buenos Aires für Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Mitgewirkt haben die beiden Verteidiger Lukas Windfeder und Benedikt Fürk. Die U21- und U18-Auswahlspieler des HTC Uhlenhorst waren zwischenzeitlich bei Lehrgängen, Länderspielen und Turnieren.

Optimistischer Kapitän

Dennoch ist der Kapitän des Mülheimer Aufgebotes optimistisch. Stralkowski sagt: „Das sind zwei ganz wichtige Heimspiele für uns. Wenn wir gut ins Rollen kommen, haben wir noch die Chance, die Endrunde der deutschen Meisterschaft zu erreichen. Aus der schwierigen Trainingssituation haben wir meiner Meinung noch das Beste gemacht.“

Der World-League-Einsatz macht einem Spieler noch zu schaffen. Benedikt Fürk hat Oberschenkelprobleme. Sein Einsatz ist fraglich. Er hat nach seiner Rückkehr aus Argentinien am Donnerstag nicht mittrainiert. Erst am Samstag fällt die Entscheidung, ob er schon gegen die Mannheimer auflaufen oder noch einen Tag pausieren wird. Sein Nationalteam-Kollege Lukas Windfeder ist fit und wird versuchen, das Spiel seiner Mannschaft anzutreiben. Nicht im Aufgebot für die Mannheim-Partie steht Tobias Terber, den eine fiebrige Grippe erwischt hat. Möglicherweise kann er aber im Westderby gegen Köln auflaufen.

Die Mannheimer stehen als Tabellenachter jenseits von Gut und Böse. Doch ein Spaziergang wird es für den HTCU nicht. „Wir werden versuchen, unser Spiel durchzuziehen und weiter zu punkten. Wir wollen keine Partie einfach so abschenken“, sagt MHC-Betreuer Sören Beßler.

Die Kölner haben da eine ganz andere Zielsetzung. Sie können schon an diesem Wochenende das Ticket für das Final-Four-Turnier in Hamburg sichern. Am Samstag treffen die Rot-Weißen auf den Crefelder HTC, einer der Mülheimer Rivalen im Kampf um den vierten Tabellenplatz. Kölns Coach Frederik Merz sagt: „Beide Gegner werden versuchen, ihre Chance bis zum Schluss zu wahren – und so werden das keine leichten Spiele. Aber es ist eine gute Vorbereitung auf Gegner zu treffen, die uns hundertprozentig alles abverlangen.“ Die Fans dürfen sich freuen.