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Über Amsterdam nach Wuhan

18.05.2012 | 16:44 Uhr
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Mit dem Gewinn der Silbermedaille bzw. des Titels bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften im Februar in Amsterdam haben sich die Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) souverän für die prestigeträchtigen Thomas & Uber Cup-Finals qualifiziert. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft, die vom 20. bis zum 27. Mai im chinesischen Wuhan ausgetragen wird, streben beide Teams das Erreichen des Viertelfinals an.

Um in die Runde der besten acht Mannschaften und damit in die K.o.-Runde einzuziehen, müssen die deutschen Spieler und Spielerinnen nach der Vorrunde mindestens Platz zwei in ihrer Gruppe belegen. Die Damen treffen in der Vorrundengruppe C auf die Teams aus Australien (Montag, 21. Mai) und Korea (Dienstag, 22. Mai). Während Korea – als Titelverteidiger bei den Damen und als Viertelfinalist von 2010 bei den Herren – sowohl im Uber Cup als auch im Thomas Cup gegenüber der deutschen Mannschaft favorisiert ist, haben die DHB-Damen in der Partie gegen Australien gute Chancen auf einen Sieg. Ein Erfolg über einen der beiden Gruppengegner garantiert das Erreichen des Viertelfinals.

Die Damenmannschaft geht im Vergleich zur EM im Februar, als erstmals in der Geschichte von Titelkämpfen dieser Art eine DBV-Auswahl die Goldmedaille gewann, deutlich verändert an den Start. So können die EM-Dritte im Damendoppel, Birgit Michels (1. BC Beuel, Bänderanriss im Fuß), und die Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Olga Konon (1. BC Bischmisheim, Rehabilitation nach operativem Eingriff am Knie), verletzungsbedingt nicht in Wuhan aufschlagen.

Zudem verzichtet die ebenfalls in Mülheim beheimatete WM-Dritte und Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin), auf die Reise nach China. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele, an denen die Sportsoldatin der Bundeswehr zum dritten Mal in ihrer Karriere teilnehmen wird, und die im Juni in Indonesien und Singapur anstehenden Top-Turniere wäre die Belastung zu hoch. Anders als noch bei der EM zählt dafür die Mülheimerin Carola Bott (BV Gifhorn) zum Aufgebot. Die 27-Jährige ist bei den internationalen Titelkämpfen für das 3. Dameneinzel vorgesehen. Zum Aufgebot gehören zudem Johanna Goliszewski vom 1. BC Mülheim, die in Mülheim lebenden und trainierenden Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen), Fabienne Deprez ((FC Langenfeld), Isabell Herttrich (VfL 93 Hamburg) sowie Sandra Marinello (1. BC Düren) und Carla Nelte (TV Refrath). Ihre WM-Premiere im Erwachsenenbereich erlebt in Wuhan Isabel Herttrich.

Bei der WM dürfen bei Spielern und Spielerinnen zwölf Teams antreten. Dank der herausragenden Leistungen der deutschen Badminton-Asse in Amsterdam qualifizierte sich der DBV zum sechsten Mal nacheinander (2002, 2004, 2006, 2008, 2010, 2012) mit beiden Teams für die Thomas & Uber Cup-Finals.

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