Turnerbund Heißen steckt in einer Krise

Sind aus dem Tritt geraten: Die Fußballerinnen des TB Heißen um Isabell Rohloff (li.)
Sind aus dem Tritt geraten: Die Fußballerinnen des TB Heißen um Isabell Rohloff (li.)
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Ruhrstadion erlebt der Niederrheinligist im Duell gegen den Tabellenzweiten aus Walbeck ein Debakel und kassiert ein halbes Dutzend Gegentore.

Turnerbund Heißen -
SV Walbeck 0:6 (0:2)

Tore: 0:1 Aengenvoort (20. Minute), 0:2 Pasch (36.), 0:3 Pasch (68.), 0:4 Laufenberg (75.), 0:5 Laufenberg (83.), 0:6 Pasch (86.)

Turnerbund: Hellenkamp – C. Kirchner (46. Schockenbäumer), S. Kirchner, Kremer, Jarasz (46. Feit), Caltagirone, Lehnhoff, Rohloff, Hake, Schoofs (78. Welzel), Kirscht

Nach der starken Hinrunde in der Niederrheinliga stecken die Fußballerinnen des Turnerbundes Heißen mittlerweile in einer Krise. Aus den vier Spielen in diesem Kalenderjahr gab es nur einen Sieg. Beim 0:6 (0:2) am Mittwochabend im Ruhrstadion gegen den SV Walbeck erlebten die Heißenerinnen erstmals in dieser Saison ein Debakel. Es war das dritte Spiel in Serie ohne eigenen Treffer.

„Wir sind einfach in einer schwierigen Situation und es war klar, dass sowas mal passieren kann“, sagt Trainer Arnd Popiecz. Das Schlimme: der Coach kann noch nicht einmal beantworten, woran es liegt. Denn was Kampfgeist und Einsatz betrifft, ist seiner Mannschaft nichts vorzuwerfen.

Die schwierige personelle Situation setzt den Heißenerinnen aber schon zu. Trainer Arnd Popiecz muss Woche für Woche mit einem knappen Kader zurechtkommen. Die drei Einwechselspielerinnen am Mittwoch waren allesamt Spielerinnen, die in der Hinrunde noch für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga aufgelaufen sind.

Zum Spiel: Unter Umständen wäre alles anders gekommen, wenn Isabel Schoofs in der zweiten Minute nicht die Latte, sondern ins Tor getroffen hätte. So waren es aber die Gäste, die durch zwei Konter die 2:0-Pausenführung herstellten, obwohl das Spiel im ersten Durchgang optisch ausgeglichen verlief. Aber Walbecks Toptorjägerin machte schon zu diesem Zeitpunkt den Unterschied aus, indem sie den ersten Treffer vorbereitete und den zweiten selbst erzielte. Dies sollte sich auch im weiteren Verlauf fortsetzen. Die 24-Jährige war an allen Toren beteiligt.

Nach dem Seitenwechsel schafften es die Gastgeberinnen kaum noch, gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu kommen. Walbeck spielte seine ganze Cleverness aus und präsentierte sich vor dem Tor gnadenlos effizient. Lena Pasch und Johanna Laufenberg schraubten das Ergebnis mit jeweils zwei Treffern immer weiter hoch.

„Vom Spielverlauf war das kein 0:6, das hört sich viel zu hoch an. Meine Mannschaft hat bis zum Ende alles gegeben, aber Walbeck war einfach effektiver und mit Lena Pasch für diese Liga eine Ausnahmespielerin in seinen Reihen“, fasste Trainer Arnd Popiecz zusammen.

Der Coach wird versuchen, das Spiel mit seiner Mannschaft so schnell wie möglich abzuhaken. „Wir brauchen jetzt einfach mal ein Erfolgserlebnis“, so Popiecz. Am besten schon im Nachholspiel gegen den SV Rees. Dies steigt aber nicht am Ostermontag, sondern frühestens am 8. April. Der genaue Termin steht aber noch nicht fest.