Triumph trotz Schwächen
14.12.2008 | 23:09 Uhr 2008-12-14T23:09:00+0100Mit einem trotz kleiner Schwächen nie gefährdeten 16:6 (8:1)-Triumph über das Tabellenschlusslicht Gladbacher HTC demonstrierte das Hockey-Bundesligateam des HTC Uhlenhorst in der Harbecke-Sporthalle, ass es mit dem Abstiegskampf in der Westgruppe der Hallenliga nichts zu tun haben will.
Für die Uhlen war es nach dem glanzvollen Saisonauftakterfolg über den Top-Favoriten Rot-Weiß Köln erst der zweite Sieg. Dazwischen lagen vier Niederlagen – darunter das am Freitagabend in der Kölner Olympiahalle mit 5:10 Toren verlorene Rückrundenduell bei den Rot-Weißen.
Obwohl die Uhlen am Sonntag vor 280 Zuschauern phasenweise gutes Hockey spielten, konnten sich die Fans nicht so richtig für das Match begeistern. Zu einseitig verlief die Partie gegen die schwachen Gladbacher, die den Abstieg wohl nicht mehr verhindern können.
Angeschlagene Spieler mobilisierten alle Kräfte
Mit fiebrigen Erkältungen fielen im Uhlenteam Jan Gehlen und Philipp Meyer aus. Ole Keusgen litt an ähnlichen Symptomen, spielte aber trotzdem mit. Johannes Schmitz hatte Rückenprobleme. Dass auch die angeschlagenen Spieler alle Kräfte mobilisierten, ließ sich an der 8:1-Pausenführung ablesen.
Die Uhlen spielten in der ersten Halbzeit in der Offensive diszipliniert und zielstrebig. Die solide Abwehr, in der sich Torwart Tobias Franzke als sicherer Rückhalt erwies, ließ in der ersten Hälfte nur einen Gegentreffer zu. Der Gladbacher Christoph Menke erzielte dieses Tor per Strafecke.
Nach dem Seitenwechsel leisteten die Mülheimer sich eine Schwächephase und ermöglichten dem GHTC dadurch, den Rückstand ein wenig zu mildern. Beim Endspurt gaben die Uhlen dann aber noch einmal richitig Gas. Thilo Stralkowski bestätigte seinen Ruf als erfolgreicher Torjäger mit insgesamt fünf Treffern. Sein schönstes Tor war das 11:1 in der 43. Minute, das er mit einem präzisen Schlenzer in den Torwinkel erzielte, nachdem er GHTC-Keeper Felix Menke klassisch ausgetrickst hatte.
Dass Ole Keusgen trotz Erkältung im HTCU-Team mitmischte, war ihm nicht anzumerken. Der Stürmer mit Torinstinkt ließ keine Lücke in der gegnerischen Abwehr ungenutzt und erzielte drei Treffer für sein Team.
Trainer Henning sieht noch eine Chance
Der Uhlenhorster Trainer André Henning sieht seine Aufassung, dass die Mülheimer Mannschaft stärker ist, als der derzeitige Tabellenstand ausdrückt, durch den klaren Erfolg über den Gladbacher HTC (GHTC) bestätigt. „Für mich war klar, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen. Wenn wir jetzt die vier restlichen Bundesligaspiele gewinnen, ist vielleicht doch noch der Einzug in die Play-offs möglich”, sagte Henning.
Der Coach war insbesondere mit der HTCU-Leistung in der ersten Halbzeit sehr zufrieden. „Heute hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch Tore schießen kann”, so Henning. In diesem Jahr spielen die Uhlen noch am 20. Dezember (16 Uhr) zu Hause gegen SW Neuss und am 21. Dezember (12 Uhr) auswärts beim GHTC.
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