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Hallenhockey

Triumph der Uhlen liegt viele Jahre zurück

09.01.2012 | 17:53 Uhr

Nach dem Viertelfinale ist vor der Endrunde. „Die zweiwöchige Pause hat man den Jungs gegen den Berliner HC in der zweiten Halbzeit deutlich angesehen, das war der Akku ziemlich leer. Wir werden alles tun, um im Lauf zu bleiben. Wenn wir bei der Endrunde etwas reißen wollen, muss noch eine Menge passieren“, blickt André Henning, Trainer des Hallenhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst, auf den Showdown in Berlin, wo die Mülheimer im DM-Halbfinale am Samstag, 21. Januar, 16.30 Uhr, auf den UHC Hamburg treffen. Im zweiten Match treffen Rot-Weiss Köln und der Mannheimer HC aufeinander.

Für Henning, der seine Auswahl am Dienstag und Donnerstag zum Training bittet und zudem ein Testspiel im Auge hat, haben die Mannheimer einen kleinen Vorsprung: „Die spielen schon ein spezielles Hallenhockey und haben meiner Meinung nach leicht die Nase vor. Das hat auch der klare Sieg gegen Harvestehude gezeigt.“

„UHC ist zu packen“

Das Halbfinale gegen die Hamburger Uhlenhorster soll der erste Schritt auf dem Weg zum historischen Erfolg werden. Der erste und einzige Titel in der Halle gelang dem HTCU im Jahr 1987. In dem Jahr also, in dem die Nationalspieler Thilo Stralkowski und Jan Philipp Rabente das Licht der Welt erblickten. Nein, die Halle war nie so richtig nach dem Geschmack der Uhlen. „Damit hatte unsere Jahrhundert-Mannschaft nicht viel an der Mütze“, blickt Teammanager Horst Stralkowski zurück. Jetzt könnte es durchaus klappen: „Der UHC ist zu packen, obwohl auch das eine enge Kiste wird. Und im zweiten Spiel beharken sich mit Köln und Mannheim zwei ganz starke Teams“, so Stralkowski, der im Vorfeld eine nicht ganz leichte Aufgabe zu lösen hat. Am Endrunden-Wochenende findet in der Metropole die Grüne Woche statt, die Hotelbetten sind entsprechend knapp.

Ob der nach seinem in der Feldsaison erlittenen Kieferbruch mittlerweile wieder mittrainierende Abwehr-Routinier Jan Gehlen für die neuerliche Berlin-Reise ein Thema ist, darüber wird intern noch diskutiert. „Ein Risiko werden wir auf jeden Fall nicht eingehen. Dafür ist Jan auf dem Feld viel zu wichtig für uns“, sagt Henning. Gehlen macht im Training zwar einen vorzüglichen Eindruck, hat aber kein einziges Spiel in der Halle bestritten. Zudem müsste ein Akteur aus dem derzeitigen Kader seinen Platz räumen. Wie schwer es ist, Tritt zu fassen, hat das Beispiel Berliner HC gezeigt. Der Gegner vom Sonntag hatte auf seinen Leistungsträger Martin Häner zurückgegriffen, der aus Studiengründen bislang auf dem Hallenparkett pausiert hatte. Geholfen hat den Berlinern diese Maßnahme nicht, weil Häner sichtlich die Spielpraxis fehlte.

Gerd Böttner

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