Trainer sprüht vor Tatendrang

Die Neuen beim VfB Speldorf: Abdul Rahman Isshak Yussif, Ercan Yayla, Falk Kalthoff, Janis Timm und Martin Hauffe sowie (vorne v.l.) André Panz, Jan Plückelmann, Dennis Kündig und Christian Mikolajczak.
Die Neuen beim VfB Speldorf: Abdul Rahman Isshak Yussif, Ercan Yayla, Falk Kalthoff, Janis Timm und Martin Hauffe sowie (vorne v.l.) André Panz, Jan Plückelmann, Dennis Kündig und Christian Mikolajczak.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Neuzugang Mikolajczak wird spielender Co-Trainer des VfB Speldorf. Röder sieht sich in der Offensive noch um. Vier Testspieler beim Auftakt dabei.

34 Tage nach dem letzten Saisonspiel versammelten sich die Landesliga-Fußballer des VfB Speldorf am Samstag zum ersten Training. Mit dabei waren alle neun Neuzugänge und vier Probespieler. Trainer Oliver Röder sprühte nach seinem Urlaub vor Tatendrang.

„Ich habe total Bock auf die neue Saison“, sagte Röder während der Begrüßung seiner Mannschaft und kündigte gleich eines seiner Ziele für die neue Spielzeit an: „Wir wollen die meisten Spiele gewinnen, das heißt weit mehr als 50 Prozent.“ Der Coach begann das neue Jahr mit einem kompletten Vertrauen in seine Mannschaft. Den angekündigten Leistungstest sagte Röder kurzerhand ab.

Mit dem samstäglichen Trainingsauftakt begann auch die zweite Chance für Martin Hauffe und André Panz beim VfB. Beide waren bereits in der Oberliga für Speldorf aktiv, kehrten dann aber zu ihren Ex-Klubs nach Homberg und Heimaterde zurück. „André Panz hat sich körperlich und menschlich noch einmal weiterentwickelt und wird die Mannschaft unheimlich bereichern“, ist sich Röder sicher. Martin Hauffe beginnt die Vorbereitung zwar auf Augenhöhe mit dem zweiten neuen Keeper Jan Plückelmann, gewisse Vorschusslorbeeren für den Rückkehrer konnte der Coach aber nicht völlig leugnen. „Martin hat sowohl bei uns als auch zuletzt in Homberg gezeigt, dass er ein Oberliga-Torwart ist“, sagt Röder, schickt aber gleich hinterher: „Mit Jan Plückelmann haben wir aber jemanden geholt, der Martin unter Druck setzen kann.“

Mikolajczak wird Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam

Eine besondere Aufgabe wird auf den wohl bekanntesten Neuzugang Christian Mikolajczak zukommen. Der 34-Jährige vergrößert neben Röder und Markus auf der Heiden den Trainerstab und wird als spielender Co-Trainer das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam darstellen. „Seine Qualität und die von Dennis Kündig ist unbestritten“, so der Coach. Linksfuß Kündig ist für die linke offensive Außenbahn vorgesehen und wird den abgewanderten Metehan Gürbüz im besten Fall mehr als eins zu eins ersetzen.

Kündig bildet zusammen mit Michael Siminenko, Sebastian Freyni, Ibrahim Bayraktar, Gökhan Velioglu und dem aus der eigenen Jugend dazu gestoßenen Abdul Rahman Isshak Yussif das bisherige Offensivangebot der Speldorf. Dazu kommen in André Panz und Neuzugang Janis Timm torgefährliche Mittelfeldspieler. Timm hat in der letzten Saison 23 Tore in 26 Spielen erzielt – wenn auch in der Kreisliga A für die Homberger Reserve. „Er bringt fußballerisch alles mit und möchte beweisen, dass der andere VfB zu Unrecht nicht auf ihn gesetzt hat“, sagt Oliver Röder, der Janis Timm bereits aus dem Probetraining in der vergangenen Winterpause kennt. In der Mittelfeldzentrale kann Timm alle Positionen bekleiden.

Ercan Yayla vergrößert das Abwehrangebot

Ein weiterer junger Linksfuß ist Falk Kalthoff, der bereits seit etlichen Wochen beim VfB mittrainiert hat. Der 19-Jährige hat mit der A-Jugend des VfB Homberg in der Niederrheinliga gespielt und beendet in Speldorf nun eine Fußballpause.

Einziger Neuzugang in der Abwehr ist Ercan Yayla. Der großgewachsene Innenverteidiger bringt trotz seiner 23 Jahre schon eine Menge Erfahrung mit. Er erweitert das Angebot in der Abwehrzentrale neben Philipp Bartmann, Leon Fritsch, Emre Iyilik und Semih Zorlu. Auch der in der kompletten letzten Saison verletzte Baris Atas bleibt eine Option im Kader. Verwaist ist nach dem Abgang von Lukas Weiß nur die Position des linken Verteidigers, für die Röder aber schon mehrere Optionen im Kopf hat.

Ohnehin sieht der Coach die Defensive gut aufgestellt, zumal sein Team mit dem angesprochenen Weiß nur einen wirklichen Stammspieler in der Verteidigung verloren hat. Umgucken wird sich Röder am ehesten noch in der Offensive. Beim Trainingsauftakt am Samstag waren vier Probespieler mit an Bord. Zu ihrem Status wollte sich der VfB-Trainer aber noch nicht äußern. Nur so viel: „Die Basis der Mannschaft steht. Wir haben nicht nur die erste Elf sondern 15 bis 16 fast gleichwertige Spieler. Dennoch beginnt die Wechselphase ja jetzt erst so richtig, weil sich viele Akteure noch umschauen.“