Top-Reiter jagen Champion-Jockey Adrie de Vries

Champion-Jockey Adrie de Vries gibt sich am Samstag auf der Raffelberger Bahn die Ehre.
Champion-Jockey Adrie de Vries gibt sich am Samstag auf der Raffelberger Bahn die Ehre.
Foto: imago/Tuchel
Was wir bereits wissen
Am Samstag beginnt auf der Raffelberger Rennbahn die Turfsaison 2015. Das erste Rennen soll um 12 Uhr über die Bühne gehen. Sieben Ürüfungen stehen auf den Plan.

Die Galopprenntage auf der Raffelberger Bahn sind rar geworden. Daher lohnt es sich, die erste Turfveranstaltung am kommenden Samstag zu besuchen. Es lohnt sich nicht nur, um die besondere Atmosphäre auf dem Gelände zu genießen oder einen fröhlichen Ausflug mit der Familie zu unternehmen, sondern auch weil die sieben Rennen mit über 100 zum Meldeschluss genannten Pferde pickepackevoll sind. Die Organisatoren freuen sich über den riesigen Andrang. Die Veranstaltung beginnt am Samstag bereits um 11 Uhr, der erste Start erfolgt um 12 Uhr.

Prüfung für den Derby-Jahrgang

Wie so oft in der Vergangenheit ist der Raffelberg auch das Ziel zahlreicher Spitzenjockeys. Adrie de Vries, mit 99 Siegen in der vergangenen Saison der aktuelle Champion unter den Reitern auf deutschen Bahnen, gibt sich ebenso die Ehre wie das Kölner „Dreigestirn“ Andrasch Starke, Alexander Pietsch und Filip Minarik. Sie wollen den „fliegenden Holländer“ De Vries in Mülheim mit ihren Vollblütern einfangen.

„Ich mag die Rennbahn am Raffelberg und den Ruhrpott“, sagt Andrasch Starke. Der in Hamburg geborene 41-Jährige war in seiner Karriere schon Weltmeister, ist siebenfacher deutscher Meister und sechsmaliger Gewinner des Hamburger Derbys. Außerdem gewann er im Jahr 2011 mit der „Wunder-Stute“ Danedream den Prix de l’Arc de Triomphe, eines der wertvollsten Galopprennen der Welt.

40 850 Euro werden am Samstag als Rennpreise ausgeschüttet. Allein in einer Prüfung über 2200 Meter für den Derby-Jahrgang liegt das Preisgeld bei 8750 Euro. Sieben Dreijährige bilden das Feld. Darunter sind mit Novano (Besitzer: Gestüt Ittlingen/Werne), Scaramuz (Gestüt Schlenderhan/Bergheim) und Well Kept (Gestüt Röttgen/Köln) auch drei Vollblüter aus großen Traditions-Gestüten am Start.Unmittelbar vor der Stalltür beteiligen sich auch drei am Raffelberg ansässige Trainer am ersten Renntag der neuen Turfsaison. Trainer-Fuchs Bruce Hellier schickt vier Pferde an den Start. Doris Smith sattelt ein Trio und William Mongil hat ein „heißes Eisen im Feuer“.

In dieser Saison werden eine ganze Reihe von Rennen aus Mülheim nach Frankreich übertragen. Im Nachbarland werden die Prüfungen auch bewettet. Einerseits soll dies den leicht schwächelnden Wettboom in Frankreich ankurbeln, andererseits erhalten die deutschen Partner einen kräftigen Renntagszuschuss. Der Rennverein Raffelberg wird für die drei Renntage in dieser Saison eine Finanzspritze von 90 000 Euro erhalten. Damit sind für den Veranstalter deutlich mehr als die Hälfte aller Rennpreise sichergestellt. Am ersten Renntag in Mülheim sind durch den französischen Wettanbieter PMU vier der geplanten sieben Rennen finanziell abgesichert. Einem positiven Start in die Turfsaison 2015 steht also nichts mehr im Wege.