Titelverteidigerin lässt Schnaase alt aussehen

Alles Strecken war umsonst: Karin Schnaase war im Achtelfinale chancenlos.
Alles Strecken war umsonst: Karin Schnaase war im Achtelfinale chancenlos.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die 30-Jährige ist im Achtelfinale der Yonex German Open gegen Sayaka Takahashi chancenlos

Die Einzelwettbewerbe bei den Yonex German Open finden ab Freitag in der RWE-Sporthalle ohne deutsche Beteiligung statt. Bei den Damen hielt die einzige DBV-Starterin Karin Schnaase zwei Runden lang die deutsche Fahne hoch. Doch im Achtelfinale rollte die japanische Titelverteidigerin Sayaka Takahashi wie ein Wirbelsturm über die 30-Jährige hinweg. 13:21 und 5:21 lautete der Endstand.

„Es tut mir leid, dass ich nicht meine beste Leistung zeigen konnte“, entschuldigte sich Schnaase nach der Partie bei den Zuschauern. Dabei hatte die für den SC Union Lüdinghausen in der Bundesliga aufschlagende Schnaase alles gegeben. Kämpferisch war der 30-Jährigen nichts vorzuwerfen.

Doch was die EM-Dritte auch versuchte, die Japanerin hatte auf alles die richtige Antwort. Die Vorjahressiegerin nutzte ihren Größenvorteil aus und schlug immer wieder lange Bälle auf Schnaases Rückhand, die für die Deutsche unerreichbar blieben. Lag Schnaase zur Pause des ersten Satzes zumindest noch in Schlagdistanz (8:11), zog ihre Gegnerin danach unaufhaltsam auf 18:8 davon. Im zweiten Satz legte Takahashi den Grundstein durch eine frühe 7:1-Führung. Die Titelverteidigerin zog auf 15:5 davon und gab danach keinen Punkt mehr ab. „Sie hat wirklich stark gespielt und ich bin überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, sagte Karin Schnaase nach ihrem Aus im Interview. „Es ist trotzdem immer schön für uns deutsche Mädels, hier vor dem Heimpublikum zu spielen.“

Warum sie sich für die Einzeldisziplin entschieden hat und nicht auch noch im Doppel zum Schläger greift, begründete die 30-Jährige so: „Ich mag es zu kämpfen und das Feld allein zu verteidigen, auch wenn man im Einzel noch mehr verteidigen und längere Laufwege zurücklegen muss. Für zwei Disziplinen fehlt es mir einfach an den Kräften und den nötigen Schlägen.“