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VfB Speldorf

Tiefe Sorgenfalten

05.04.2010 | 22:00 Uhr

Die süßen Stunden des Triumphes im letztjährigen Niederrheinpokal, als der VfB Speldorf bei Rot-Weiss Essen die grün-weiße Flagge hisste, sind nach wie vor in hellwacher Erinnerung.

Die Zeichen, dass der NRW-Ligist zum „Wiederholungstäter“ wächst, sind indes alles andere als von verheißungsvoller Natur. VfB-Coach Peter Kunkel sah sich über die Ostertage als Sammler von Hiobsbotschaften. Vor dem Anpfiff am Dienstag (19.30 Uhr) im Georg-Melches-Stadion macht der Trainer aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Ganz großer Mist, wir haben riesige Probleme.“

Es war die Speldorfer Offensive, die den VfB im Ligabetrieb vor dem empfindlichen Rückschlag am Donnerstag in Schermbeck so kraftvoll angeschoben hatte. Die ist derweil derart ausgedünnt, dass es Kunkel die gute Laune gehörig verhagelt hat. Der Reihe nach: Oktay Güney fehlt mit einem Muskelfaserriss, Thomas Pütters hat sich am Montag mit einem Magen-Darm-Infekt abgemeldet, Dennis Hupperts hat sich im besagten Schermbeck quasi in letzter Sekunde eine Innenbandverletzung zugezogen und Kadir Mutluer erlitt bei einem Arbeitsunfall einen Bänderriss. Zudem steht längst nicht fest, ob Christian Hinz aufgrund eines steifen Halses die Schuhe schnüren kann.

Sorgen über Sorgen also bei Kunkel, der das Fell des Bären aber längst nicht verteilt sieht, zumal sich Wilson Pereira Weller nach seiner Sperre wieder in den Spielbetrieb einreiht: „Wir müssen aus dieser Situation das Beste machen. Klar, ich hätte wieder liebend gern nach vorne gespielt. Jetzt müssen andere Tugenden greifen, Wir müssen kompakt stehen und die Zweikämpfe annehmen. Wir sehen auch so unsere Chance und wissen um die große Möglichkeit, für den weiteren Saisonverlauf, in dem wir im Rhythmus Sonntag, Mittwoch, Sonntag im Einsatz sind, Selbstvertrauen zu tanken. Jetzt haben die Spieler, die bislang hinten dran waren die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen.“ Und überhaupt geht der Coach davon aus, dass das Gastspiel bei RWE den ultimativen Kick bedeutet. Nicht zuletzt mit den süßen Erinnerungen an ein unvergessliches Spiel im Vorjahr.

Gerd Böttner

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Kommentare
06.04.2010
21:44
Tiefe Sorgenfalten
von schranzbaum | #4

endstand: 2:0 für essen

06.04.2010
20:19
Tiefe Sorgenfalten
von Heibert Fassbender | #3

Halbzeitstand: 1:0 für RWE

06.04.2010
10:54
Tiefe Sorgenfalten
von der realist | #2

Mai 2009: Der VfB fährt chancenlos zur Hafenstraße, Groß-RWE vs. Klein-VFB, der Sieger stand schon vorher fest......und dann ein solch schöner Mai-Abend.......
Es stimmt ja, diesmal wird es noch schwerer als beim letzen Besuch im Georg-Melches-Stadion. Aber schon vorher aufgeben ??? Bei den Essenern brennt doch der Baum. Und ob alle Essener Spieler alles geben ??? Also, auf geht es heute abend zur Stätte des Erfolges.
Verlieren kann nur RWE.

06.04.2010
10:09
Tiefe Sorgenfalten
von Heibert Fassbender | #1

Oh, je. Das dürfte diesmal eine eindeutige Angelegenheit geben, angesichts der Ausfälle. Essen wird heiss sein, die Schmach zu tilgen.

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