Tiefe Enttäuschung bei Fuchs und Michels

Aus der Traum vom Halbfinale: Mit Birgit Michels und Michael Fuchs verabschiedeten sich am Freitagabend die letzten beiden Deutschen aus dem Turnier.
Aus der Traum vom Halbfinale: Mit Birgit Michels und Michael Fuchs verabschiedeten sich am Freitagabend die letzten beiden Deutschen aus dem Turnier.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Mit Michael Fuchs und Birgit Michels scheiden am Freitagabend die letzten deutschen Hoffnungsträger bei den Yonex German Open aus.

Aus der Traum vom Halbfinale! Das finale Wochenende bei den Yonex German Open im Badminton wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen. Als letzte deutsche Hoffnungsträger enttäuschten Michael Fuchs und Birgit Michels am Freitagabend das Publikum. Im gemischten Doppel unterlagen sie den irischen Geschwistern Sam und Chloe Magee mit 21:15, 14:21, 16:21.

„Ich bin tierisch enttäuscht und fühle mich ehrlich gesagt gerade beschissen“, gab Birgit Michels unmittelbar nach dem Match zu Protokoll. „Es war unser schlechtestes Spiel in dieser Woche. Es lief eigentlich alles schlecht und es war mit Sicherheit kein schönes Spiel für die Zuschauer“, gab sich auch Michael Fuchs selbstkritisch.

Dabei hatte im ersten Satz alles so gut angefangen. Ab dem 5:4 übernahmen die Deutschen Meister die Führung und gaben sie nicht mehr ab. Entscheidend war der Zwischenspurt vom 12:11 zum 15.11. Im ersten Versuch machte das DBV-Duo den Sack zu.

Auch während des zweiten Satzes waren viele hoffnungsfrohe Gesichter in der gut besuchten RWE-Sporthalle zu sehen. Aus dem anfänglichen 3:5-Rückstand machten Fuchs und Michels eine 9:6-Führung. Doch das irische Geschwisterpaar wusste die Fehler der Deutschen auszunutzen und ging mit 10:9 in Führung. Zwar schlug das DBV-Duo noch einmal zurück (11:10), doch danach übernahmen die Gäste von der grünen Insel die Kontrolle. Über 12:11 zogen sie auf 17:12 davon.

Alle Konzentration galt aus deutscher Sicht also dem finalen dritten Durchgang. Das Publikum trieb die Weltranglistenzehnten noch einmal nach vorne. Doch es half alles nichts. Früh liefen die Deutschen einem Rückstand hinterher und es schien ihnen an der zündenden Idee zu fehlen, um den Spieß noch umzudrehen. „Hinten raus hat es einfach an der Spritzigkeit gefehlt“, gestand Birgit Michels nach dem Spiel. Die fast halbjährige Trainingspause hatte sich schon am Vortag bemerkbar gemacht und war nun kaum noch zu übersehen.

Die Lokalmatadore steckten nicht auf und verkürzten nach dem zwischenzeitlichen 9:14 noch einmal auf 12:14. Doch die nächste irische Punkteserie zum 12:17 kam einer Vorentscheidung gleich. Als der Ball beim Stand von 16:20 hinten im Aus landete, waren die letzten deutschen Hoffnungsträger ausgeschieden.

„Ich muss jetzt erst einmal versuchen, wieder richtig fit zu werden“, sagte Birgit Michels nach dem Spiel in Hinblick auf ihre Olympiapläne im kommenden Jahr. Zum Abschneiden der gesamten deutschen Mannschaft sagte die 30-Jährige: „Wir haben leider sehr viele knappe Spiele verloren. Im nächsten Jahr müssen wir alle versuchen, es noch besser zu machen. Ich bin froh, dass ich noch weiterspiele. Denn ich habe immer noch die Hoffnung, bei den German Open mal am Wochenende noch dabei zu sein.“ Diesen lang gehegten Traum konnte sich das deutsche Doppel am Freitagabend nicht erfüllen.

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