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TENNIS SENIOREN-WELTMEISTERSCHAFT Titeljagd im Urlaubsparadies

14.05.2007 | 02:41 Uhr

Christian Schäffkes vom Kahlenberger HTC war zwei Wochen lang im türkischen Manavgat.Doch statt am Strand verbrachte der 36-Jährige die meiste Zeit auf einem der 62 Ascheplätze

Der Club Ali Bey im türkischen Manavgat lässt Touristen-Herzen für gewöhnlich höher schlagen. Der kilometerlange weiße Sandstrand von Side lädt zum Sonnenbaden ein. Zum Faulenzen. Zum Nichtstun. Auch Christian Schäffkes verbrachte unlängst zwei Wochen in dieser Fünf-Sterne-Anlage. Allerdings nicht zum Urlaub machen. Schäffkes war in erster Linie zum Tennis spielen dort.

Der Bundesligaspieler vom Kahlenberger HTC nahm an den Weltmeisterschaften der Senioren teil. Der 36 Jahre alte Diplom-Sportwissenschaftler ging bei den Herren 35 sowohl im Einzel als auch im Doppel an den Start, hinzu kam der Mannschaftswettbewerb.

"Den wollten wir eigentlich gewinnen", berichtet Schäffkes, der gemeinsam mit Axel Finnberg (Bremer TC) und Frank Potthoff (TV Sparta Nordhorn) die deutschen Farben vertrat. In der Vorrunde sowie im Viertel- und Halbfinale zeigte das Team Germany keine Blöße und zog souverän ins Finale ein, wo man gegen Spanien mit 1:2 den Kürzeren zog.

Im Einzelwettbewerb war für Schäffkes bereits im Viertelfinale Endstation. Gegen den Südafrikaner Michael de Jongh hatte der Kahlenberg-Akteur in drei hart umkämpften Sätzen (6:2, 2:6, 5:7) das Nachsehen. "Diese Niederlage war relativ unnötig. Das war nicht meine berauschendste Leistung", gesteht Schäffkes.

Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Im Herren-35-Doppel konnte der freiberufliche Athletik-Trainer an der Seite von Axel Finnberg dann doch noch den Weltmeister-Titel feiern. Im Finale setzte sich das an Nummer eins gesetzte deutsche Duo gegen ein südafrikanisches Doppel durch. "Das war ein erfreulicher Abschluss", erzählt Schäffkes, der von seiner Frau und seinem drei Jahre alten Sohn in die Türkei begleitet wurde. Während Papa tagsüber auf den Ascheplätzen ins Schwitzen geriet, vergnügte sich der Familienanhang am Strand und am Pool.

Wobei auch Papa Schäffkes nicht verschweigt, dass er zwischendurch mal die Seele hat baumeln lassen. "Wenn man abends in einem netten Strandrestaurant sitzt, hat man automatisch Urlaubsgefühle." Der Club Ali Bey könnte im übrigen in Zukunft das Stammquartier der Schäffkes' werden: Im kommenden Jahr findet die Senioren-Weltmeisterschaft erneut dort statt, wo andere Leute ihren Urlaub verbringen.

Von Christian Schiebold


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