Tauchgang mit Tradition

Tauchgang mit Tradition: Beim TSC Mülheim spielen die Unterwasserrugby-Akteure zum 44. Mal um den „Goldenen Ball“.
Tauchgang mit Tradition: Beim TSC Mülheim spielen die Unterwasserrugby-Akteure zum 44. Mal um den „Goldenen Ball“.
Foto: WAZ

Es gibt Veranstaltungen, die so weit in die Vergangenheit zurückblicken, dass sie sich mit Fug und Recht mit dem Begriff Tradition schmücken dürfen. Als Klassiker schlechthin gilt das internationale Unterwasserrugby-Turnier „Kampf um den Goldenen Ball (RWW-Cup)“ des TSC Mülheim. Am Samstag, 5. November, Spielbeginn 8.15 Uhr, kommt es im Hallenbad Süd zur 44. Ausgabe. Damit ist der „Goldene Ball“ das geschichtsträchtigste Unterwasser-Event schlechthin. Im Vergleich dazu wurden die nationalen Meisterschaften in dieser Sportart 2011 erst zum 40. Mal ausgetragen.

Die TSC-Verantwortlichen brauchen sich um den Andrang der Gäste aus nah und fern keine Gedanken machen. Alljährlich finden die Mannschaften den Weg an die Ruhr, wo die Gelegenheit gleich doppelt günstig ist. „Kurz vor dem Start in die Bundesliga können sich die Clubs beschnuppern und sich ein Bild von der Stärke der Konkurrenz machen“, weiß TSC-Pressewart Holger Kempf. Der Trainer der „Zweiten“ verweist im Übrigen auf die aus der Tradition gewachsene Triebfeder, das Geschehen stetig voranzutreiben. „In den vielen Jahren ist eine enorme emotionale Verbindung zu dieser Veranstaltung entstanden“. Die wird seit 2008 von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft begleitet. Die Verbindung zum Wassersport kommt nicht von ungefähr.

Der TSC, Deutscher Meister von 1972 bis 1975, 1988 und zuletzt 2000, feiert im November gleich zwei Premieren. Erstmals nimmt beim Cup, der vom amtierenden nationalen TC Bamberg aus Bayern angeführt wird, auch das Mülheimer Zweitligateam teil. Zudem bekommt die internationale Note über die Teilnahme von drei Teams aus dem Ausland einen Schub. Bei den Herren der Schöpfung gehören der dänische Erstligaverein Elmomix Danmark und die spanische Mannschaft Team Espana zum Teilnehmerfeld. Bei den Rugbyexperten von der Iberischen Halbinsel handelt es sich um einen Gegenbesuch. Im vergangenen Jahr war der Tauch-Sport-Club beim Turnier im Olympiabecken von Barcelona zu Gast. Bei den Damen, die um den „Diamantenen Ball“ spielen, gehen neben dem amtierenden Meister Berlin, Mannheim und Duisburg die Pandidas aus Dänemark ins Wasser.

Doch damit nicht genug der Offerten. Wie bereits im Vorjahr wird am Vorabend des Turniers der RWW-Jugendball mit starker Unterstützung des aufstrebenden Nachwuchses des TSC ausgespielt.