SV Nord will Werder Paroli bieten
03.02.2012 | 18:18 Uhr 2012-02-03T18:18:00+0100Sieben von 15 Partien in der Schach-Bundesligasaison sind absolviert. Der Übergang in den zweiten Abschnitt der Spielzeit 2011/12 verspricht Spannung. Der Tabellenfünfte SV Nord fordert den Meisterschaftskandidaten SV Werder Bremen heraus.
Die Mülheimer sind an diesem Wochenende zu Gast beim SK Turm Emsdetten. Am Samstag um 14 Uhr spielen sie im Gebäude der Verbund-Sparkasse Emsdetten-Ochtrup an der Kirchstraße gegen die Hausherren. Das Duell gegen den Tabellenzweiten Werder Bremen beginnt dort am Sonntag um 10 Uhr.
Heinz Schmitz verspricht, dass die Mülheimer mit einem starken Aufgebot antreten werden. „Wir haben Baden-Baden am Heimspieltag in der RWE-Sporthalle schlagen können. Dann versuchen wir natürlich auch, gegen Bremen, ärgster Konkurrent des deutschen Meisters, eine gute Mannschaft an die Bretter zu bringen. Alle Spieler, die greifbar sind, werden für uns spielen. Ansonsten wäre es den Baden-Badenern gegenüber nicht fair“, sagt der Nord-Vorsitzende, der sich aber noch nicht genauer in die Karten schauen lassen möchte. Das Taktieren in der Bundesliga gehört zum Geschäft.
Eine gute Chance auf einen Einsatz hat der „Mister 100 Prozent“ im Mülheimer Bundesligakader. Michael Feygin wurde in den bisherigen Begegnungen dreimal eingesetzt und konnte alle seine Partien für sich entscheiden. Damit hat er eine gute Visitenkarte für weitere Aufgaben in der höchsten nationalen Schachliga abgegeben.
Von den Spielern an den oberen Brettern ist Boris Grachev einer der Leistungsträger. Der Neuzugang konnte in den bislang fünf Einsätzen zwar erst einmal gewinnen, erreichte aber vier Remis. Damit ist der Russe noch ungeschlagen.
Schmitz hat eine sehr gute Mülheimer Mannschaft versprochen. Möglicherweise steht der Franzose Maxime Vachier-Lagrave vor seinem ersten Saisoneinsatz. Er säße am Samstag am Spitzenbrett dem jungen Niederländer Anish Giri gegenüber. Schmitz: „Giri gilt momentan als größtes Talent, das in Deutschland spielt.“ Trotzdem: Die Emsdettener kämpfen um den Klassenerhalt und dürften für die starke Nord-Mannschaft eine nicht ganz so hohe Hürde darstellen.
Das sieht am Sonntag schon anders aus. „Gegen Bremen haben wir bislang immer verloren. Es ist die nominell zweitstärkste Mannschaft in der Liga“, sagt Schmitz. Angeführt wird Werder von Vugar Gashimov aus Aserbaidschan.
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