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Superleistung der Uhlen

13.10.2008 | 00:55 Uhr

Nach dem 2:2 (1:1)-Remis in der regulären Spielzeit der hochklassigen Hockey-Bundesligapartie in Köln hatte die Star-Truppe des Gastgebers Rot-Weiß Köln beim Penalty-Krimi mehr Glück als der HTC Uhlenhorst und gewann am Ende mit 6:5 Toren.

Jan Gehlen war in einem sehr guten HTCU-Team der herausragende Spieler. (Foto: Stephan Glagla)

Über 200 Uhlen-Fans unter den 450 Zuschauern sorgten auf der Kölner Hockeyanlage am Olympiaweg beim Bundesliga-Auswärtsmatch des HTC Uhlenhorst gegen das favorisierte Superteam der Rot-Weißen für Mülheimer Heimspielatmosphäre. Die spannende Partie auf hohem Niveau endete nach 70 Minuten mit einem 2:2 (1:1)-Remis. Das anschließende Penaltyschießen gewann Köln mit 4:3. 6:5 lautete also das Endresultat, mit dem sich die Gastgeber zwei Punkte sicherten.

Ein Mülheimer Punkt mit hohem Wert

Die Uhlen bekamen als Belohnung für ihre grandiose Leistung nur einen Punkt, der aber einen hohen Wert hat. Denn es ist der bisher einzige Zähler, den Spitzenreiter Rot-Weiß in dieser Saison abgegeben hat.

Sehr vorsichtig spielte das HTCU-Team in den ersten Minuten des Duells gegen den Top-Favoriten der Eliteliga, der am Samstag alle sieben Olympiasieger an Bord hatte. Doch dann wurde die Mülheimer Youngster-Truppe, in der vier 18-jährige Spieler mitmischten, immer mutiger, war bis zur Pause ein absolut ebenbürtiger Gegner und in der zweiten Halbzeit dem laut Papierform eigentlich übermächtigen Gastgeber sogar überlegen. Thilo Stralkowski, dem HTCU-Trainer André Henning in den 70 kräftezehrenden Minuten des hochklassigen Spiels nur einmal eine Mini-Pause gönnte, stärkte das Mülheimer Selbstvertrauen in der 25. Minute mit einem Strafeckentor. Erst die dritte Ecke der Kölner konnte Christopher Zeller, Spezialist für diese Standards, zum 1:1 Ausgleich nutzen (33.).

Jan Gehlen spielte fehlerfrei

Schon in der ersten Hälfte begeisterten die Uhlen durch mannschaftliche Geschlossenheit und spielerische Glanzleistungen. Nach der Pause legten sie noch eins drauf. Dabei sorgten Jan Gehlen, der in der Abwehr ein Riesenpensum fehlerfrei absolvierte, und Jan Philipp Rabente, der in der Defensive wertvolle Arbeit leistete und die Offensive mit guten Vorlagen ankurbelte, für die Highlights.

Jan Philipp Rabente überzeugte in der Abwehr und im Angriff. (Foto: Stephan Glagla)

Nach dem 2:1-Führungstreffer der Kölner ließen die Mülheimer Gäste nichts mehr zu. HTCU-Keeper Tobias Franzke brillierte vor und nach dem Ausgleichstreffer, den Philipp Meyer durch eine Strafeckenvariante erzielte (44.), mit tollen Abwehrparaden. In der 62. Minute scheiterte HTC-Stürmer Johannes Schmitz an Kölns Nationalkeeper Max Weinhold und kurz darauf konnte Jan Gehlen die Supervorlage, die sein Teamkollege Jan Philipp Rabente ihm nach einem furiosen Solo serviert hatte, nicht nutzen. Es blieb beim 2:2.

Zilg gelang der entscheidende Treffer

Beim Penalty-Krimi hatte Köln dann mehr Glück als der HTCU. Die Uhlen Rabente, Schmitz und Daniel Kamphaus schlossen den Zweikampf, bei dem Schütze und Keeper aufeinander zulaufen, mit Toren ab. Stralkowski schlenzte den Ball knapp über den Kasten, Tobias Matania schoss daneben und Gehlen traf nur den Pfosten. Tim Welsch, der beim spannenden „Nachspiel” das HTCU-Tor hütete, hielt beim 3:3-Zwischenstand einen Penalty von Michael Brembach. Doch nach Gehlens Pfostenschuss gelang Fabian Zilg der entscheidende Treffer zum 4:3.

Von den Fans wie ein Sieger gefeiert

Die Uhlenhorster Spieler nahmen nach dem Duell in Köln vor dem Mülheimer Zuschauer-Block Aufstellung und verbeugten sich vor ihren Fans, die das HTCU-Team wie einen Sieger feierten. Uhlen-Trainer André Henning überschüttete seine Mannen mit Lob. „Wir waren vor der Pause gleichwertig und in der zweiten Halbzeit dückend überlegen. Alle Spieler haben eine Riesenleistung abgeliefert. Jan Gehlen war in Weltklasseform, Er hat in der zweiten Hälfte keinen Zweikampf verloren”, sagte Henning und fügte hinzu: „Wir hätten dieses Match gewinnen müssen.”

Gaby Rüter

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