Sprintteam Mülheim trotzt Wind und Wetter

Das Sprintteam Mülheim erreichte beim Bundesliga-Auftakt auf dem Main den fünften Rang.
Das Sprintteam Mülheim erreichte beim Bundesliga-Auftakt auf dem Main den fünften Rang.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Einen guten Saisonstart erwischten die Ruderer der RRGM. Das Sprintteam belegte auf dem Main in Frankfurt den fünften Platz.

Sehr zufrieden mit dem Saisonstart in der Achter-Bundesliga waren die Ruderer der RRGM. Das Sprintteam Mülheim erreichte auf dem Main in Frankfurt den fünften Platz. Die Gastgeber jubelten am lautesten. Die von Johannes Karg trainierte Frankfurter RG Germania wiederholte ihren Vorjahressieg auf der 350-Meter-Sprintstrecke zwischen der Untermainbrücke und dem Holbeinsteg. Dahinter ruderte der deutsche Meister Crefelder RC ins Ziel. Die Ränge drei und vier gingen an den Dole-Achter Hamburg und an den Seculnfra-Achter Rüdersdorf.

„Mit dem Erreichen des fünften Platzes sind wir sehr zufrieden. Frankfurt und Krefeld sind wieder stärker als die nächst Platzierten, aber auch keine Lichtjahre von uns entfernt. Mit dem Dole-Achter und Rüdersdorf können wir in jedem Fall mithalten. Daher schauen wir auch nach oben. Allerdings ist die Liga zwischen den Positionen drei bis zehn sehr ausgeglichen“, sagt Martin Tschäge, Schlagmann des Sprintteams Mülheim, das sich in der hessischen Bankmetropole eine gute Ausgangsposition für die weiteren Renntage in Hannover (13. Juni), Münster (18. Juli), Leipzig (15. August) und Hamburg (12. September) verschafft hat.

Mit den neun Ruderern Jan Nikolai Trzeszkowski, Christian Reckzügel, Andreas Baloghy, Martin Kiefer, Marcel Bouchard, Peter Kiefer, Martin Tschäge, Henrik Stoepel und Sven Schnabel sowie Steuerfrau Mara-Luisa Raasch hatten sich die Mülheimer auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Dort herrschten insbesondere morgens schwierige Bedingungen. Tschäge: „Es wehte ein starker Wind und es war viel Welle auf dem Main. Deshalb war der Auftakt, der sich gar nicht so gut anfühlte, auch schwer für uns einschätzbar.“

Gute Ausgangsposition

Die RRGM-Ruderer hatten sich aber etwas getäuscht. Nach dem Zeitfahren lagen sie auf dem starken fünften Platz. Damit hatten sie sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Im Achtelfinale folgte die Ernüchterung. Bei schwierigsten Bedingungen unterlag das Sprintteam zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend dem im Zeitfahren noch deutlich langsameren Seculnfra-Achter Rüdersdorf. 32 Hundertstelsekunden betrug der Rückstand in diesem Rennen. Beide Teams lieferten sich bei starkem Wind eine regelrechte Wasserschlacht.

Bei sieben Achtelfinals kam noch der zweitschnellste Zweitplatzierte ins Viertelfinale. Der „Lucky Loser“ war das Sprintteam Mülheim. Allerdings stand nun die schwierige Aufgabe gegen Gastgeber Frankfurter RG Germania an. Nach einem guten Start fielen die Mülheimer nach gut 200 Metern entscheidend zurück. „Dann haben wir unsere Kräfte geschont, um mit möglichst viel Power das nächste Rennen bestreiten zu können“, erklärte Tschäge den dann doch recht großen Abstand zu den Hessen im Ziel.

Stark in den Platzierungsrennen

In der Platzierungsrunde für die Ränge fünf bis acht trafen die Mülheimer zunächst auf den Emscher Hammer, der nach dem Zeitfahren noch auf Rang vier gelegen hatte und im Viertelfinale — wie das Sprintteam zuvor auch — den an diesem Tag so starken Achter aus Rüdersdorf unterlegen gewesen war. „Der Emscher Hammer ist mit mehreren Olympia-Teilnehmern von Peking und London sehr stark besetzt. Doch wir haben das Rennen dank einer richtig starken Leistung gewonnen“, so Tschäge. Und die Mülheimer waren danach keineswegs außer Puste. Im Kampf um den fünften Platz setzten sie sich ganz klar gegen den Münster-Achter durch. Tschäge: „Insbesondere die Rennen gegen den Emscher Hammer und Münster haben gezeigt, dass wir in der Verfolgergruppe eine starke Position einnehmen. Für uns ist der fünfte Rang in Frankfurt eine Top-Platzierung.“