Sprintteam Mülheim kommt nicht in Fahrt

Nur auf Platz acht in Hannover: das Sprintteam Mülheim von der RRGM.
Nur auf Platz acht in Hannover: das Sprintteam Mülheim von der RRGM.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die zweite Etappe in der Bundesliga der Ruderer lief für das Sprintteam Mülheim nicht nach Wunsch. Auf dem Maschsee in Hannover landete es auf Platz acht.

Die Trainingsleistungen waren gut, die Erwartungen hoch: Doch das Sprintteam Mülheim fuhr am zweiten Regattatag in der Ruder-Bundesliga in Hannover nicht auf das Siegerpodest, sondern lediglich auf den achten Platz. Immerhin konnte der fünfte Rang im Gesamtklassement gehalten werden.

Das Flaggschiff der Rennrudergemeinschaft Mülheim kam auf dem Maschsee nicht richtig in Fahrt. Immerhin belegten die Mülheimer nach dem Zeitfahren den siebten Platz. Im Achtelfinale waren der Champion Crefelder RC und der TK-Achter aus Dresden die Gegner. Die Mülheimer landeten erwartungsgemäß auf Rang zwei und hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Platz unter den besten acht Booten sicher.

Im Viertelfinale setzte sich der Favorit Frankfurter RG Germania durch. Für die Überraschung sorgte der Hamburger Achter „Team Lombardium“, der in diesem Rennen auf den zweiten Platz fuhr. Das Aufgebot der Hansestadt hatte nach dem ersten Regattatag noch die Rote Laterne innegehabt. Dadurch verpasste der „Gut.Achter“ sein gestecktes Ziel, einen Rang unter den Top vier zu erreichen. Christian Reckzügel meinte später: „Wir hatten auf der Außenbahn leider mit viel Wind zu kämpfen, während es unter Land nahezu windstill war. Da reichte ein nicht optimales Rennen von uns leider nicht aus.“

Rang fünf in der Gesamtwertung

Es blieb die Hoffnung auf eine ordentliche Platzierung. Der nächste Gegner war der Dole-Achter aus Hamburg. Die Hanseaten hatten einen besseren Tag als die Mülheimer erwischt. Auch aus dem Rennen gegen dieses Boot gingen die Ruhrpott-Ruderer als Verlierer hervor. Auch das Platzierungsrennen und Rang sieben gegen den Münster-Achter endete mit einer Mülheimer Niederlage.

„Nach gutem Training hatten wir uns mehr erhofft. Aber die Leistungsdichte in der Liga ist enorm, viele Boote sind nahezu gleichstark. Außerdem war es nicht unser Tag. Bei wechselhaften Windbedingungen haben wir es nicht geschafft, optimale Rennen abzuliefern. Wie eng die Ligarivalen auseinanderliegen, zeigt das Beispiel SECUINFRA Achter Rüdersdorf. Dieses Boot hatte zum Bundesliga-Auftakt in Frankfurt noch einen ausgezeichneten vierten Platz belegt und ist jetzt nur Zwölfter geworden. Stattdessen fährt der bisherige Tabellenletzte Team Lombardium Hamburg auf den Tagesplatz zwei. Die Bundesliga ist in diesem Jahr ein Irrenhaus“, sagte Sprintteam-Kapitän und Co-Schlagmann Martin Tschäge.

Der Münster-Achter ist in der Gesamtwertung mit den Mülheimern gleichgezogen. Beide Mannschaften haben 17 Punkte auf dem Konto und liegen auf den Plätzen fünf und sechs. Es bleibt eng und spannend: Der Emscher Hammer liegt nur zwei Zähler vor Mülheim und Münster. Auf Platz acht liegend hat aber auch der Hannoversche RC nur zwei Punkte Rückstand auf das West-Duo.

Nun bleibt den Mülheimern noch genau ein Monat Zeit, um sich wieder in Bestform zu bringen. Dann steht am 18. Juli die Regatta in Münster — einzige Station in NRW – auf dem Programm.