Sport in der Idylle des Ruhrtals
17.06.2012 | 19:55 Uhr 2012-06-17T19:55:00+0200Zum Glück schien am Sonntag dann einmal fast den ganzen Tag lang die Sonne. Dieses in letzter Zeit ja etwas selten gewordene Naturereignis tauchte die Reitsportanlage Neuhaus in Mülheim-Mintard buchstäblich in ein anderes Licht. Richtig idyllisch sah es dort wieder aus, mitten im Ruhrtal. Eingebettet zwischen grünen Wiesen, im Hintergrund erhebt sich der Auberg und auch die gewaltige Autobahnbrücke gehört zur Idylle dazu. Da konnte sogar ein bisschen Urlaubsstimmung aufkommen.
So viel Glück mit dem Wetter wie am Sonntag hatte der Reitverein Mülheim-Mintard aber nicht das gesamte Wochenende über. Am Freitag und vor allem am Samstag bekamen Reiter, Pferde und Zuschauer mehrere unfreiwillige Duschen aus den Wolken verpasst. Ausfallen musste aber trotzdem keiner der Wettbewerbe, nur der Boden auf und neben den Reitplätzen war etwas tiefer als sonst.
Die meisten Zuschauer waren dann auch am Sonntag bei schönem Wetter auf der Anlage anzutreffen. „Mehr als 4.000 sollten am ganzen Wochenende hier gewesen sein“, sagte Werner Gorgs vom Reitverein Mülheim-Mintard. Am Sonntagmittag ging es auf alle Fälle ziemlich wuselig zu – Pferde, Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger suchten sich ihren Weg zu den Reitplätzen. Auch der ein oder andere Spaziergänger blieb eine Weile stehen und schaute den Reitern beim Springen und der Kür zu. Bei manchen Prüfungen blieb den Spaziergängern und Radfahrern auch gar nichts anderes übrig: Der Wanderweg durch die Felder wurde zum Hindernis für die Reiter umfunktioniert und so zum Teil des Parcours – die Spaziergänger mussten also warten und durften die Pferde aus nächster Nähe in Aktion betrachten.
Am frühen Abend, kurz vor der Ehrung der Mülheimer Stadtmeister, war immer noch viel Betrieb auf der Anlage Neuhaus. Auf dem Reitplatz gab es da gerade einen besonderen Höhepunkt zu sehen. Die Voltigierer hatten ihren Auftritt. Auf dem Rücken der Pferde begeisterten sie mit akrobatischen Einlagen.
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