Speldorfer Finale um den Klassenerhalt

Kehrt in die Abwehrzentrale des VfB Speldorf zurück: Der zuletzt gelbgesperrte Philipp Bartmann (2.v.r.).
Kehrt in die Abwehrzentrale des VfB Speldorf zurück: Der zuletzt gelbgesperrte Philipp Bartmann (2.v.r.).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VfB Speldorf braucht einen Sieg gegen Rhede, um in der Landesliga zu bleiben. Leon Fritsch ist gesperrt, dafür kehrt Philipp Bartmann zurück.

Es klingt beinahe wie eine alte Speldorfer Tradition: Auch in dieser Saison müssen es die Fußballer des VfB spannend machen bis zum letzten Spieltag. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnen die Mülheimer am Sonntag das Heimspiel gegen den VfL Rhede (15 Uhr, Saarner Straße), bleiben sie in der Landesliga. Bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage droht dem VfB bereits ab dem kommenden Mittwoch das Nachsitzen in der Relegation.

Da der direkte Konkurrent Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag gegen den bereits abgestiegenen VfB Bottrop spielt, würden die Speldorfer bei einem Nicht-Sieg gegen Rhede mit ziemlicher Sicherheit hinter die Hattinger auf den Relegationsplatz zurückfallen.

Einfachster Weg zum Ligaerhalt

Dieses Szenario wollen Oliver Röder und seine Spieler unter allen Umständen verhindern. Ein Sieg wäre der einfachste Weg in Richtung Klassenerhalt. „Wir verfallen jetzt nicht in Panik. Wer nämlich verkrampft, der spielt in einem so wichtigen Spiel blockiert“, weiß der Trainer. Er traut seiner Mannschaft im Normalfall eine Menge zu. „Wenn wir alles auf den Platz bringen, was wir können, dann sind wir in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen“, ist sich Röder sicher.

Der Coach betont aber auch: „Spielen wir so wie in der ersten Halbzeit gegen Burgaltendorf, dann brauchen wir gar nicht erst anzutreten.“ Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen die nun bereits abgestiegenen Essener erinnert Röder lieber an das gute Heimspiel gegen Rellinghausen vor zwei Wochen. „Wenn wir wieder so auftreten, dann können wir alles aus eigener Kraft lösen.“

Dass Gegner Rhede vor dem letzten Spieltag nicht mehr Zweiter werden und damit die Aufstiegsrelegation erreichen kann, spielt für Oliver Röder keine Rolle. „Rhede kann nach einer sensationellen Rückrunde befreit aufspielen.“

Das große personelle Fragezeichen vor dem entscheidenden Meisterschaftsspiel bleibt Sebastian Freyni. Der Offensivmotor hat seit mehreren Wochen mit einer schweren Leistenzerrung zu kämpfen. Dass Röder den Winter-Neuzugang zuletzt trotzdem aufstellte, zeigt, wie wichtig Freyni für den VfB ist. „Er ist der Dreh- und Angelpunkt hinter den Spitzen und hat ein gutes Gefühl dafür, was in bestimmten Situationen von Nöten ist“, erklärt sein Trainer. Wenn es irgendwie geht, soll Freyni auch am Sonntag wieder auflaufen.

Zorlu oder Iyilik in der Abwehr?

Zurück im VfB-Aufgebot ist derweil Philipp Bartmann. Nach abgesessener Gelbsperre kehrt der Verteidiger wieder in die Abwehrzentrale zurück. „Er ist für solche Spiele prädestiniert“, lässt Röder keinen Zweifel an der Aufstellung Bartmanns. Neben ihm wird entweder Emre Iyilik oder der zuletzt im defensiven Mittelfeld agierende Semih Zorlu verteidigen. Denn Leon Fritsch ist ausgerechnet im letzten Spiel nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.