Speldorfer Fehler auf Video
29.01.2012 | 16:56 Uhr 2012-01-29T16:56:00+0100
VfB Speldorf -
TuRU Düsseldorf1:2 (1:1)
Tore: 0:1 Schweers (26.), 1:1 Altin (32.), 1:2 Kandora (86., Foulelfmeter)
VfB: Strzys (46. Hillebrand) - Akyildiz (46. El Idrissi), Kuzniarz, Flöth, Hupperts (35. Acikgöz) - Schütze (71. Akdeniz), Hinz - Ademovic, Altin, Munoz (60. Penan) - Yahkem (20. Sapahi)
Oliver Röder will als ehemaliger Stürmer und heutiger Trainer jede Fußballpartie gewinnen – Meisterschafts-, Pokal und Testspiele. Nach der 1:2 (1:1)-Niederlage seines VfB Speldorf, der in der NRW-Liga spielt, gegen den Niederrheinligisten TuRU Düsseldorf war der Mülheimer Coach aber keineswegs angefressen, sondern ganz gelassen.
„Vor der Saison haben wir in der Vorbereitungsphase keine Niederlage kassiert, dann aber in der Meisterschaft sofort zweimal verloren. Die Niederlage gegen TuRU muss kein schlechtes Omen sein. Wir haben das Spiel auf Video aufgezeichnet. Nun haben wir die Gelegenheit, uns in der Trainingswoche einige Fehler anzusehen. Nach so einer Niederlage hat man zumindest etwas zu erzählen. Das ist alles nicht so dramatisch und wir wissen alle, wie wir das Ergebnis einordnen müssen“, sagte der ganz entspannte Oliver Röder unmittelbar nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Christof Kandel (Duisburg).
Röder ist vielleicht deshalb nach einer solchen Niederlage nicht gereizt, weil seine Spieler im Training in der Woche so gut mitziehen. Das Grundlagentraining ist abgeschlossen. Nun liegt der Schwerpunkt auf dem taktischen Bereich.
Nicht ganz so gut zu sprechen war der VfB-Trainer auf Keeper Michael Strzys, der in der ersten Hälfte im Speldorfer Kasten stand. In der 26. Minute eilte der Torhüter aus dem Fünfmeterraum und wurde durch einen gefühlvollen Lupfer des Düsseldorfers Sebastian Schweers überwunden. Röder redete nicht lange um den Brei herum: „Das war ein Torwartfehler!“
Den 0:1-Rückstand konnte Salih Altin nach gut einer halben Stunde ausgleichen. Der offensive Speldorfer Mittelfeldspieler nahm den abgeprallten Ball an und schoss ihn kaltschnäuzig zum 1:1 ins Netz (32.).
Bis zur Pause mussten die Mülheimer schon zweimal wechseln. Eric Yahkem überdehnte sich das Kniegelenk, nachdem er im Kunstrasen hängen geblieben war, und musste in der 18. Minute ebenso herausgenommen werden wie später Kapitän Dennis Hupperts, der Schmerzen in der Leistengegend verspürte.
In der zweiten Halbzeit verdienten sich die Gäste den Sieg. Sie hatten die besseren Möglichkeiten. Der zur zweiten Hälfte eingewechselte VfB-Torhüter und Neuzugang Kevin Hillebrand verhinderte in mehreren Szenen gekonnt einen weiteren Gegentreffer. Der 20-Jährige – so Röder – hinterlässt auch im Training einen starken Eindruck. Machtlos war er beim Düsseldorfer Strafstoß kurz vor dem Ende. Damian Kandora verwandelte den von Ali Akdeniz verschuldeten Elfmeter zum 1:2-Endstand (84.).
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