Spannung unter dem Hallendach ist vorprogrammiert

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft am 05.01.14 in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr MSV Mülheim Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Hallenfußball-Stadtmeisterschaft am 05.01.14 in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr MSV Mülheim Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
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Was wir bereits wissen
In den Gruppen A und B der Mülheimer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft laufen am Samstag gleich alle fünf ranghöchsten Mannschaften auf. Vor allem die Gruppe B mit dem Landesligisten VfB Speldorf sowie den beiden Bezirksligisten MSV 07 und MFC Vatangücü verspricht Spannung.

Bei der Auslosung der Mülheimer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ging besonders bei den Losen der Gruppe B ein Raunen durch das Publikum. Und das aus doppeltem Grund. Denn von den fünf aktuell ranghöchsten Mannschaften im Mülheimer Amateurfußball wurden gleich drei in eine Gruppe gelost. Zudem gab es die Konstellation mit dem VfB Speldorf, dem Mülheimer SV 07 und dem Mülheimer FC Vatangücü bereits in der vergangenen Hallensaison. Neu in der Gruppe ist am Samstag (ab 15 Uhr) nur der Holthausener TV.

Im letzten Jahr schied der damals noch in der Oberliga kickende VfB schon in der Vorrunde aus. Dieser Fauxpas soll dem Landesligisten in diesem Jahr nicht noch einmal passieren. „Es zählt nur das Weiterkommen“, sagt Trainer Oliver Röder und ergänzt: „Gruppenerster zu werden, wäre natürlich für die Endrunde auch nicht von Nachteil.“

Der Coach ist sich der Favoritenrolle bewusst, wird die Konkurrenz aber auch nicht unterschätzen. „Ich sage immer wieder: Hallenfußball ist eine andere Sportart, dabei ist die Chancengleichheit viel höher.“ Den MSV sieht Röder diesmal als größten Konkurrenten, spannend wird aber auch das Duell gegen den MFC. „Man kennt sich aus dem Ruhrstadion, da wird der Derbycharakter besonders groß sein.“

Röder schickt am Samstag seine drei Neuzugänge Danny Steinmetz, Kevin Bongers und Sebastian Freyni sofort ins Rennen. Komplettiert wird das Team unter anderem durch die starken Techniker Michael Siminenko und Maximilian Fritzsche.

Der MSV geht mit der Bürde des Vorjahressieges in das Turnier, von der letztjährigen Siegermannschaft sind aber nur noch wenige Akteure verblieben. Als Top-Favoriten sieht der Vereinsvorsitzende Peter Hein seine Mannschaft nicht.

Ahmet Abul gibt während der Hallenmeisterschaft seine Abschiedsvorstellung als Trainer des MFC Vatangücü. Er übergibt das Amt danach wieder an Hakan Turna. „Die Halle ist nicht so wichtig für uns, trotzdem wollen wir natürlich weiterkommen“, sagt er. Neben Neuzugang Abed Laktab werden auch einige Spieler aus der A-Jugend zum Einsatz kommen.

Der große Außenseiter in der Gruppe ist der Holthausener TV, seines Zeichens Tabellenletzter in der Kreisliga B. Auch in der Winterpause haben den Klub wieder etliche Spieler verlassen. „Wir wollen realistisch bleiben und die drei Spiele anständig durchziehen“, sagt Fußballobmann Heinz Wörsdörfer. Er hat am Samstag noch ein ganz anderes Ziel: „Wir wollen vor der anstehenden Fusion schon einmal ein vernünftiges Bild abgeben und werden mit Heißen und dem RSV eine gemeinsame Fan-Ecke bilden.“

In der Gruppe A gehen die beiden Bezirksligisten Rot-Weiß Mülheim und Blau-Weiß Mintard als Favoriten ins Rennen. Die A-Kreisligisten SC Croatia und RSV treten als Herausforderer auf.

„Wir wollen definitiv in die Endrunde, das ist jedes Jahr unser Ziel“, sagt Hatem Guerbouj, Trainer der Rot-Weißen, der extra einen Hallenkader nominiert hat. Zu dem gehören einige Spieler wie Jonas Kathmann, die zum ersten Mal mit dabei sind. „Ich bin gespannt, ob Mintard so stark ist wie draußen. Croatia ist für mich eine Wundertüte, hat aber starke Spieler in seinen Reihen. Für den RSV dürfte es wegen der Situation in der Liga schwierig werden“, prognostiziert Guerbouj.

Mintards Trainer Marco Guglielmi hofft erst einmal auf ein besseres Abschneiden als im letzten Jahr. „Da war unser Auftritt katastrophal“. Gut möglich, dass bei den Mintardern erstmals wieder Andreas Kniep mitwirken kann. Der Stürmer war im letzten Jahr im Trikot des MSV 07 Torschützenkönig.

Erst zwei Trainingseinheiten hat Izzet Akdogan mit seiner neuen Mannschaft, dem SC Croatia, absolviert. „Ich kann die Gegner nicht so gut einschätzen, hoffe aber, dass wir die Vorrunde überstehen.“

RSV-Trainer Matthias Hülsmann hat sich für den 4. Januar, den Tag der Endrunde, nichts vorgenommen. „Ich bin realistisch, wir nehmen eine Außenseiterrolle ein. Für viele junge Spieler ist es trotzdem ein Highlight, wir wollen einfach Spaß haben“, so der Coach, der eine Mischung aus erster und zweiter Mannschaft ins Rennen schickt.