Siminenko bringt den VfB Speldorf in den Niederrheinpokal

Umkämpftes Spiel an der Bruchstraße: In dieser Szene duelli
Umkämpftes Spiel an der Bruchstraße: In dieser Szene duelli
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der Landesligist setzt sich in einem schwachen Kreispokalspiel beim Bezirksligisten SV Rot-Weiß Mülheim knapp mit 2:1 durch.

SV Rot-Weiß Mülheim -
VfB Speldorf 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Siminenko (12.), 0:2 Siminenko (81.), 1:2 Nipper (88.)

RWM: D. Hirtz – Spitzer, Fürst, Mastrolonardo, Paede – Bartholomäus, Meyer (43. Nipper) – Hirtz (67. Erward), Pusch – Glahn, Klar

VfB: Pleß – Weiß, Iyilik, Bartmann, Steinmetz – Fritzsche (65. Mharchi), Zorlu – Gürbüz, Freyni (81. Velioglu), Bayraktar (85. Kiradzkiyski) – Siminenko

Der VfB Speldorf nimmt in der kommenden Fußballsaison am Niederrheinpokalwettbewerb teil. Dieses Recht erspielte sich der Landesligist am Mittwochabend durch einen 2:1 (1:0)-Auswärtssieg in einem äußerst schwachen Spiel beim Bezirksligisten SV Rot-Weiß Mülheim.

Michael Siminenko brachte den Favoriten nach zwölf Minuten in Führung. Sechs Minuten später hatte Cedric Bartholomäus nach einem Stellungsfehler von Philipp Bartmann die große Ausgleichschance, doch der Ball tropfte auf die Latte. Ansonsten gehörten die gefährlichen Offensivszenen dem Gast aus Speldorf, bei dem sich vor allem Torschütze Siminenko und Sebastian Freyni in Szene setzen konnten.

„Wir müssen zur Pause 5:0 führen“

„Wir müssen zur Pause eigentlich 5:0 führen. Aber das ist hier auch schwer. Hier kannst du definitiv kein Fußball spielen, das hat eine ganze Menge mit Glück zu tun“, meinte Trainer Oliver Röder nach dem Schlusspfiff.

In der zweiten Halbzeit flachte das Spiel vor knapp 100 Zuschauern vollkommen ab. Die Rot-Weißen steckten zwar nicht auf, kamen aber nicht über Halbchancen hinaus. In der 81. Minute wurden die Eppinghofer vom Favoriten ausgekontert. Maximilian Fritzsche bediente Michael Siminenko und unter gütiger Mithilfe von Keeper Dario Hirtz ging der Ball zum entscheidenden 2:0 ins Netz. Den endgültigen K.o. verpasste Metehan Gürbüz nach einem Zuspiel des eingewechselten Gökhan Velioglu nur vier Minuten später (85.)

Zwar gelang Marvin Nipper per Kopf noch der Anschlusstreffer (87.), doch die Verlängerung blieb den Rot-Weißen trotz einer guten Freistoßchance in der Nachspielzeit verwehrt. Rückkehrer Frank „Opa“ Erward wäre nach der Vorlage von Michele Mastrolonardo beinahe zur Stelle gewesen.

Trainer Christian Bär zog trotzdem den Hut vor seiner Mannschaft. „Es war absolut geil, was die Jungs abgeliefert haben. Ich bin mehr als stolz auf mein Team. Wir haben bis zur letzten Minute alles gegeben und ich weiß nicht, ob wir einen verdienten Sieger gesehen haben“, meinte Bär. Das Pokalspiel macht dem Trainer auch Mut für die kommenden Spiele im Abstiegskampf. „Wenn wir so weitermachen, dann ist für uns noch alles drin“.

Völlig gegensätzlich waren die Ansichten von Speldorfs Coach Oliver Röder. „Es war höchstens in den letzten fünf Minuten ein Pokalfight. Auf so einem Platz sieht es zwar nicht schön aus, aber für uns zählt nur das Weiterkommen“, betonte Röder.