Silber und Bronze schmückt die Mülheimer WM-Reisenden

Es waren bewegte, aufregende, höchst unterhaltsame und aus deutscher Sicht auch mit dem Schatten der Enttäuschung versehene Tage unter dem mächtigen Hallendach. Die am Sonntag zu Ende gegangenen 4. Hallenhockey-WM der Damen und Herren in der Arena Leipzig wuchsen zu einem Spektakel, das die Freunde der torreiche Disziplin so schnell nicht loslassen wird.

Über mangelnden Zuschauerzuspruch brauchte sich die WM daheim nicht zu beklagen. Natürlich, denn der Deutsche Hockey-Bund (DHB) schickte mit Damen und Herren gleich zwei Mannschaften in das aussichtsreiche Rennen. Der Weg der Titelverteidiger ging dann in der Messestadt auch erwartungsgemäß weit, bei den erfolgsverwöhnten deutschen Herren (mit dem Uhlenhorster Trio Timm Herzbruch, Thilo Stralkowski und Ferdinand Weinke aber nicht weit genug.

Die Fans haben am Sonntagmittag den letzten Auftritt des deutschen Hockey-Teams bei der WM genossen. Natürlich war die bittere Enttäuschung über das Halbfinal-Aus am Vortag gegen den ewigen Rivalen Niederlande noch spürbar, aber der 13:2-Triumph über die Überraschungsmannschaft Iran war zumindest noch ein versöhnlicher Abschluss. So bekamen auch der gestandene Nationalspieler Thuilo Stralkowski sowie die A-Kader-Debütanten Timm Herzbruch und Ferdinand Weinke bei der Siegerehrung die Bronzemedaille überreicht.

Gar Silber gab es für die 21-jährige Katharina Windfeder vom HTCU, die auf dem Leipziger Hallenboden ihre ersten Länderspiele überhaupt bestritt. Der Erfolgsweg ging bis ins Finale gegen die im Penaltyschießen glücklicheren Niederländerinnen.