Sensation knapp verpasst
27.07.2009 | 16:13 Uhr 2009-07-27T16:13:00+0200Eine Sensation knapp verpasst hat der Achter der Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim am Samstag in Castrop-Rauxel beim dritten der insgesamt sechs Saisonwettkämpfe in der Ruder-Bundesliga. Beim Liga-Durchgang auf dem Rhein-Herne-Kanal erreichte das Ruhrstadt-Team den vierten Platz.
Die Mülheimer verbesserten sich damit in der Bundesligatabelle vom neunten auf den siebten Rang. Sie haben in den drei bisherigen Ligarunden 31 Punkte eingesammelt und damit nur einen Zähler weniger auf dem Konto als der Sechste „Rhein-Ruhr Pred8Oars”, eine Kombination aus Essenern und Leverkusenern, die als Stars die beiden ehemaligen Nationalkader-Ruderer Stephan Koltzk und Thorsten Engelmann aus dem Deutschland-Achter an Bord hat.
Vor knapp 4000 Zuschauern, die von der der Wartburginsel aus die 350-m-Sprintrennen der besten deutschen Männer- und Frauen-Achter auf dem Rhein-Herne-Kanal verfolgten, erreichten die Mülheimer das Halbfinale um den Einzug in den A-Endlauf. Halbfinalgegner war Bundesliga-Spitzenreiter Crefelder RC, mit dem sich der von dreißig RRGM-Fans frenetisch angefeuerte Mülheim-Achter bis zur 200-m-Marke ein spannendes und völlig offenes Bug-an-Bug-Rennen lieferte.
Die kleine Kurve an dieser Stelle der Strecke wurde der RRGM-Crew dann zum Verhängnis. Steuerfrau Janet Sritharan unterlief am Ruder ein minimaler Fehler mit extremen Auswirkungen. Das Mülheimer Boot geriet dadurch auf die Krefelder Bahn und die Ruderblätter der Teams verhedderten sich ineinander. Da dabei Christian Reckzügel das Ruder entglitt, waren auf den letzten 150 Metern nur noch sieben Mülheimer in Aktion, sodass den Krefeldern ein klarer Sieg gelang. Auch der Crefelder RC (CRC) verlor durch die Kollision etwas Zeit. Er erreichte das Ziel nach 58,06 Sekunden. Für die RRGM blieb die Uhr bei 1:11,25 Minuten stehen. „Wir waren im Rennen gegen den CRC zunächst nicht chancenlos. Schade, dass in der Kurve diese Panne passiert ist”, sagte RRGM-Teamkapitän und Schlagmann Martin Tschäge nach dem verpatzten Halbfinale.
Im kleinen Finale um Platz drei unterlag die Ruhrstadt-Mannschaft dann knapp dem Osnabrücker Ruderverein (ORV), der im Ziel eine Buglänge Vorsprung hatte. „In diesem Rennen war bei uns schon ein bisschen die Luft raus”, meinte Martin Tschäge.
Die Mülheimer hatten in Castrop-Rauxel beim Time-Trial zur Ermittlung der Rangliste für die K.-o.-Runden die drittbeste Zeit erzielt und sich damit eine hervorragende Ausgangsbasis verschafft. Im Achtelfinale gelang ihnen dann ein klarer-Start-Ziel Sieg über den Rhein-Ruhr-Achter Duisburg, den sie eine halbe Bootslänge hinter sich ließen. Mehr gefordet waren die Mülheimer im Viertelfinale gegen die Mannschaft de Deutschen Ruderclubs Hannover. Sie gewannen das Rennen in 53,65 Sekunden und zogen damit in die Runde der besten vier ein. Für Hannover wurden 54,83 Sekunden gestoppt.
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Super Artikel! Auch der Kommentar ist top!