Selbstbewusstes Sprintteam
08.07.2011 | 18:35 Uhr 2011-07-08T18:35:00+0200Am Samstag reist das „Sprintteam Mülheim“ nach Münster, um sich auf dem Aasee mit der gesammelten Konkurrenz der Ruder-Bundesliga zu messen und wertvolle Tabellenpunkte zu sammeln. Dass der Aasee ein gutes Pflaster für das Flaggschiff des RRGM-Achters ist, steht spätestens seit April 2009 fest: Damals glückte hier die Qualifikation für die Ruder-Bundesliga.
Auch in 2010 lieferte sich das Mülheimer Boot beim Saisonfinale in Münster packende Duelle und konnte dort den sechsten Tabellenplatz gegen das Team aus Frankfurt erfolgreich verteidigen. Da in Münster neben Krefeld die einzige NRW-Regatta ausgerichtet wird, erwartet die Mannschaft dabei lautstarke Unterstützung vieler Mülheimer Fans.
Auch 2011 verspricht Münster ein packender Renntag zu werden: Zum Auftakt der Saison 2011 schrammte das Mülheimer Boot in Frankfurt hinter dem deutschen Meister Krefeld und mit nur minimalen Rückstand hinter Münster an „Silber“ vorbei. Nach Anlaufschwierigkeiten einiger Topmannschaften zum Auftakt in Frankfurt ist gerade an der Spitze der Liga mit einer noch höheren Leistungsdichte zu rechnen. Insbesondere Hamburg und der „EmscherHammer“ (in 2010 Zweiter und Dritter der Liga) werden versuchen, nach ihrem enttäuschenden Abschneiden nun nach vorne zu fahren.
Vor diesem Hintergrund sieht der Mülheimer Teamkapitän Martin Tschäge dem Renntag zuversichtlich entgegen, aber dämpft die Erwartungen: „Frankfurt war ein super Auftakt, bei dem die technisch schwer ruderbaren Bedingungen mit Wind und Wellen uns mit unserem neuen Boot in die Hände gespielt haben. In Münster geht es zunächst darum, uns in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren, doch brauchen wir uns nicht zu verstecken und werden alles daran setzen, wieder an den Podiumsplätzen zu kratzen.“ Das neue Boot, gespendet von der Sparkasse Mülheim, gleitet dank seiner neuen Auslegerkonstruktion, den so genannten Flügelauslegern, die oben auf dem Boot anstatt tiefer an der Seite des Bootes montiert sind, auch bei höheren Wellen sauber durch das Wasser, ohne dass die Wellen an den Auslegern zerschlagen und so das Boot bremsen. Gebaut ist das Hightech-Schiff aus einem Gemisch von Kohlefaser und Spezialwerkstoffen zu einem Preis, der so manchen Sportwagen in den Schatten stellt.
Um ihre Stellung in der Tabelle zu behaupten, schöpfen die Mülheimer aus dem Vollen und reisen mit einem großen Kader von zwölf Athleten an. Tschäge: „Wir freuen uns, in Münster aus dem Vollen schöpfen zu können und sind froh, unseren Nachwuchs-Trainer Matthias Borghorst an Bord zu haben.“ Borghorst war in Frankfurt noch aufgrund eines wichtigen Wettkampfes seiner Schützlinge verhindert. Der Zwei-Meter-Hüne, der auch physisch zu den Stärksten im Boot zählt, soll im Kampf um die entscheidenden Zentimeter noch ein Stück mehr Schlaglänge in das Boot bringen.
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