Schwerstarbeit in Sicht
12.05.2010 | 19:09 Uhr 2010-05-12T19:09:00+0200
Harte Wasserarbeit in Sicht! Der Achter der Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim (RRGM) startet am Samstag in Frankfurt/Main in die neue Bundesliga-Saison. Dies gut präpariert und mit einer Besatzung, die vor Kraft strotzt.
Der 30-jährige Martin Tschäge, abseits der Gewässer als Rechtsanwalt tätig, gibt im Großboot als Schlagmann den Takt an, aber auch mit seinem Lieblingsspruch gibt er klar die Richtung vor: „Ich kann das, weil ich es will!“ In der Tat, man muss es können und man muss es wollen, dieses Bundesliga-Rudern, das sich so ganz anderer Inhalte bedient. Wenn die Liga live daherkommt, hat das nichts mit den üblichen 2000 Metern zu tun. Die im vergangenen Jahr erstmals gestartete Königsklasse lebt von der Vorgabe kurz und knackig, schnell und vehement. Ganze 350 Sprint-Meter liegen zwischen Start und Ziel und ganz schnell wird es der Crew schwarz vor Augen. „Gefahren wird auf der Kurzstrecke zwischen 47 und 53 Sekunden, dabei liegt die Schlagzahl bei 50. Unsere Bestzeit beträgt 48,3 Sekunden. Das weißt du, was du getan hast“, so der Schlagmann. An jedem Bundesligatag stehen fünf Rennen (inklusive Qualifikation) auf dem Programm. „So mancher hat vor dem letzten Rennen Krämpfe. Das weiß man, dass der Ofen fast aus ist“, blickt Tschäge zurück auf die letzte Serie, als die RRGM im Schlussklassement den respektablen sechsten Rang belegte, und voraus in Richtung Bankenmetropole.
Schon in Frankfurt wird sich die Liga als Event behaupten. Gerudert wird auf dem Main, auf der einen Seite die Museumsmeile, auf der anderen die imposante Skyline. Und überall stehen zahllose Menschen, die das Fieber packt, wenn das Wasser brodelt. „Die vielen Zuschauer, die Musik und peitschende Musik.“ Tschäge und Co., die in der Vorbereitung seit Februar auf dem Wasser sind, fiebern dem Auftakt entgegen. Und den anderen zuschauerträchtigen Events, die im Verlauf der Serie auf sie warten. In Krefeld wird im Rahmen des „Tag des Sports“ gerudert, in Hannover mittendrin im City-Fest und in Hamburg auf der Außenalster - und damit in bester Lage. Vor diesem Hintergrund versteht es sich, dass der süße Traum vom Heimspiel lebt. „Im kommenden Jahr möchten wir gerne Bundesligarennen auf der Ruhr ausrichten“, schaut Tschäge nach vorn. Entsprechende Planungen schreiten voran.
Die RRGM, die in den nächsten drei Jahren von der RWW unterstützt wird, fährt mit folgenden Aktiven nach Hessen: Kristian Schneider, Christian Reckzügel, Sebastian Pollmeier, Mathias Schneider, Jonas Weimann, Martin Tschäge, Henrik Habermann, Martin Kieder, Björn Siebert, Andre Warm und Steuermann Lennertz Schmitz. Matthias Borghorst, der die Junioren der RRGM zusammen mit Marc Messina trainiert, wird erst ab der dritten Etappe im Mülheimer Flaggschiff sitzen. Erklärtes Saisonziel ist es, erneut einen Platz in der ersten Hälfte der 16 Klubs umfassenden Bundesliga zu belegen. Die beste Platzierung im vergangenen Jahr war ein vierter Rang. Das war beim Ligadurchgang auf dem Rhein-Herne-Kanal in Castrop-Rauxel. Für Tschäge kommen die Favoriten wieder aus Krefeld und Hamburg. „In Frankfurt werden wir aber sehen, ob sich ein anderes Team stark entwickelt hat.“ Die RRGM hat sich entwickelt und nimmt Kurs auf den besonderen Kick Bundesliga.
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Viel Glück, Jungs!