Schwere Geburt gegen flinke Spanier

Club SPV Complutense -
HTC Uhlenhorst 3:4 (2:1)

Tore: 1:0 (7.) Sanchez, 1:1 (11.) Nitschke, 2:1 (16., KE) Alvarez-Villabol, 2:2 (29.) Stralkowski, 2:3 (33.) Herzbruch, 3:3 (34.) San Martin, 3:4 (40., 7m) Stralkowski
HTCU: Küppers, T. Brinkmann, Weinke, Windfeder, Fürk, Keusgen, Matania, Nitschke, Fleckhaus, Stralkowski, Herzbruch, T. Brinkmann
Gelbe Karte: Stralkowski (40.)
Zuschauer: 300

Gastgeber HTC Uhlenhorst hat auch sein zweites Spiel im Pool B gewonnen und nimmt Kurs auf das zweite Halbfinale am Samstag um 19.15 Uhr. Aber es wurde am Freitagnachmittag gegen den spanischen Titelträger Club SPV Complutense aus der Hauptstadt Madrid eine schwere Geburt. Einmal mehr sorgte Kapitän Thilo Stralkowski nervenstark für die Entscheidung. An seinen platzierten Siebenmeter in der Schlussminute kam der starke spanische Torhüter Ignacio Garcia Lamuedra beim besten Willen nicht heran.

Vom Feuerwerk der Vormittagspartie gegen die Engländer war nicht mehr viel zu sehen. Die beweglichen und einsatzfreudigen Spanier machten dem Europacup-Gastgeber von Beginn an das Handwerk schwer. Erst nach elf Minuten gelang Jan Nitschke nach dem Rückstand der erste Treffer. Nach dem neuerlichen Rückstand nahm Trainerin Tina Bachmann, die zuvor leidenschaftlich Tempo und Bewegung angemahnt hatte, eine Auszeit. „Das war deutlich zu wenig, das kann nicht unser Anspruch sein“, legte Teammanager Horst Stralkowski den Finger in die Wunde.

Auch nach dem Wiederbeginn mühten sich die Uhlenhorster, aber auch im Überzahlspiel wollte die Kugel nicht in den spanischen Kasten. Einmal mehr musste der Kapitän mit einem Kabinettstückchen in die Bresche springen, sein Lupfer hoch unter den Querbalken bedeutete großes Kino. Der HTCU schien nun endlich in der Spur zu sein, zumal WM-Fahrer Timm Herzbruch im Anschluss an einen Konter für die erste Führung sorgte. Doch da hatten die Mülheimer die Rechnung ohne den nie aufsteckenden Landesmeister von der Iberischen Halbzeit gemacht. Nach dem Ausgleich ließ Complutense seine große Siebenmeterchancen liegen. Wie man es fachmännisch macht, zeigte Stralkowski wenige Minuten später.