Schalker Freudentaumel beim NRW-Traditionsmasters

So sehen Sieger aus: Die Schalker gewannen in Mülheim das 10. NRW-Traditionsmasters.
So sehen Sieger aus: Die Schalker gewannen in Mülheim das 10. NRW-Traditionsmasters.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Der FC Schalke 04 gewann die zehnte Auflage des NRW-Traditionsmasters in der mit 2500 Zuschauern ausverkauften RWE-Sporthalle. Im Endspiel besiegten die Königsblauen den VfL Bochum mit 5:4 im Neunmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden.

Die Favoriten sind bei der zehnten Auflage des NRW-Traditionsmasters vor 2500 Fußballfans in der ausverkauften Mülheimer RWE-Sporthalle am Samstag gestrauchelt. Während der MSV Duisburg schon nach der Vorrunde die Heimfahrt antrat, konnte der VfL Bochum zumindest das Endspiel erreichen. Dort unterlag der Vorjahressieger von der Castroper Straße aber dem FC Schalke 04 mit 4:5 nach Neunmeterschießen.

Als Christof Osigus, der Keeper der Knappen, den letzten Neunmeter des Bochumers Giovanni Federico abwehren konnte und damit den Turniersieg unter Dach und Fach brachte, verfielen die Schalker in einen Freudentaumel. Die Jubelszenen auf dem flauschigen Kunstrasen zeigten, dass der Triumph bei diesem Hallenturnier für die Ex-Profis eine hohe Bedeutung genießt.

Die Schalker, die mit den Alt-Internationalen Klaus Fischer und Rüdiger Abramczyk, aber dieses Mal auch mit mehreren jüngeren Spielern angetreten waren, gingen im Duell gegen die Bochumer bereits nach 35 Sekunden durch Markus Kaya mit 1:0 in Führung. S04-Keeper Osigus bewahrte seine Mannschaft dann minutenlang vor dem Ausgleich. Plötzlich schien es aber so, als könne der Favorit das Blatt wenden. Alexander Thamm (9.) und Peter Peschel (11.) sorgten für die zwischenzeitliche Bochumer 2:1-Führung. In der hektischen Endphase mit Zeitstrafen gegen beide Teams konnte Kaya den Schalker Ausgleichstreffer erzielen (14.).

Die Entscheidung musste im Neunmeterschießen fallen. Die Bochumer waren zunächst auf Erfolgskurs. Keeper Klaus Schlappka wehrte den ersten Neunmeter von Christian Mikolajczak ab. Danach trafen beide Mannschaften je zwei Mal „ins Schwarze“. Björn Joppe hätte schließlich für die Entscheidung sorgen können, doch Osigus, der Schalker Teufelskerl zwischen den Pfosten, wehrte den Ball mit dem linken Fuß ab. Im zweiten Anlauf machte es Mikolajczak besser – 5:4 für den FC Schalke 04. Dann lief Giovanni Federico für den VfL an. Doch auch er scheiterte an Osigus, der sich eine Sekunde später schon in einer großen Schalker Jubel-Traube wiederfand.

Keeper Osigus ist der Held

Christof Osigus war der „Mann des Tages“ in der Mülheimer RWE-Sporthalle. Der Keeper wurde von einer Jury auch zum besten Torhüter des Turniers gewählt. „Ich muss mich bei der Mannschaft bedanken, dass sie die Entscheidung nicht in der regulären Spielzeit geschafft hat. So konnte ich mich im Neunmeterschießen auszeichnen“, flachste Osigus. Der Schalker Keeper fügte hinzu: „Die Jungs hatten heute einen Riesen-Tag. Das Ding haben wir nicht ganz unverdient gewonnen.“ Peter Peschel, der mit dem VfL Bochum den Wanderpokal nach dem Sieg im Vorjahr wieder hergeben musste, sagte: „Bis kurz vor Schluss lagen wir gut im Rennen. Das Neunmeterschießen ist Glückssache.“