SC Croatia kann in Raadt den Aufstieg feiern

Hoffnung auf den Aufstieg: Croatia (in weiß) steht vor seinem Meisterstück.
Hoffnung auf den Aufstieg: Croatia (in weiß) steht vor seinem Meisterstück.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Verfolger TuSpo Saarn muss auf einen Ausrutscher hoffen. Im Abstiegskampf der Kreisliga A geht es für Union 09 und Speldorf II um alles.

Für den SC Croatia steht am Sonntag, 15 Uhr, nicht weniger als das wohl wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte an. Die Mannschaft von Izzet Akdogan ist beim SV Raadt zu Gast und kann an der Zeppelinstraße die Meisterschaft in der Kreisliga A und den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen. Noch nie verließ Croatia die Kreisligen, es wäre der größte Erfolg des Vereins. Die Spieler sind allerdings noch nicht im Aufstiegsmodus.

„Die Stimmung ist nicht so gut. Unter der Woche waren nur fünf, sechs Leute beim Training“, moniert Akdogan. Eine optimale Vorbereitung sieht definitiv anders aus. „Die Spieler haben die Situation anscheinend noch nicht realisiert, für die meisten ist das alles noch in weiter Ferne“, beschreibt Akdogan die Lage. Das 4:4 im Platzderby gegen den 1. FC Mülheim wurmt noch immer: „Wir haben nicht damit gerechnet, dieses Spiel zu verlieren“, meint Akdogan.

Akdogan rechnet mit vielen Fans

Dennoch: Ein Sieg beim SV Raadt reicht, um am Sonntag aufzusteigen. Akdogan rechnet jedoch keineswegs mit einem Selbstläufer. „Es wird schwer. Die Raadter sind uns fußballerisch sicher unterlegen, doch man kann auch mit Kampf dafür sorgen, dass man so ein Spiel nicht verliert“, erklärt er. Croatia darf sich allerdings auf zahlreiche Unterstützung freuen: Mehrere hundert Fans haben ihr Kommen angekündigt, Akdogan selbst rechnet mit „300 bis 350“.

Einen Punktverlust in Raadt sollte sich Tabellenführer Croatia nicht erlauben – schließlich lauern auf den Plätzen dahinter zwei Verfolger, die noch auf den Aufstieg schielen. Einer davon ist TuSpo Saarn, als Dritter nur einen Punkt hinter dem einstigen Platznachbarn. „Es ist möglich, dass Croatia patzt und es ist möglich, dass für uns noch was geht – warum nicht?“, meint TuSpo-Trainer Thomas Stedter. Zwar rechnen die Saarner mit einem Croatia-Sieg, doch falls sich die Chance bietet, wollen sie sie nutzen. Dazu muss ein Sieg gegen den VfB Speldorf II her, derzeit das Schlusslicht der Kreisliga A. „Wir müssen und wollen unser Spiel gewinnen“, kündigt Stedter an, „daher werden wir an unserer Spielweise nichts ändern und offensiv agieren.“ Sollte es nichts mit dem Aufstieg werden, wäre es für den Trainer allerdings kein Beinbruch: „Auch mit dem zweiten oder dritten Platz wäre ich sehr zufrieden“, so Stedter.

Zumindest ein weiteres Team drückt TuSpo am Sonntag die Daumen: Für den TuS Union 09 geht es ebenso wie für die Speldorfer Zweitvertretung um den Klassenerhalt. Derzeit stehen die Unioner auf dem Relegationsplatz und haben einen Punkt Vorsprung auf den VfB II. Um diesen zu wahren, käme den „09ern“ ein Sieg gegen den Duisburger FV 08, immerhin Tabellenzweiter, sehr gelegen. „Die Anspannung steigt langsam, aber wir gehen positiv in die Partie“, meint Trainer Heiko Ries. „Wir haben einen starken Willen entwickelt und werden nicht chancenlos sein.“ Ein Sieg würde für Ries’ Mannschaft die Relegation bedeuten. „Wir haben immer noch die Chance, die Saison zu retten – das ist das Positive“, meint der Trainer.