Satz mit X für die HSG Mülheim

Etienne Bernaisch erzielte nach Mirko Krogmann die zweitmeisten Treffer für die HSG.
Etienne Bernaisch erzielte nach Mirko Krogmann die zweitmeisten Treffer für die HSG.
Foto: Herbert Höltgen
In der Handball-Verbandsliga hat die HSG Mülheim am frühen Samstagabend die zweite Niederlage in Serie kassiert. Aufgrund einer schwachen Leistung mussten sich die Gastgeber verdientermaßen dem TuS Treudeutsch Lank mit 23:28 (10:17) geschlagen geben.

HSG Mülheim -
Treudeutsch Lank 23:28 (10:17)

HSG: Banning, Pütter – Krogmann (5/1), Bernaisch (4), Baar (3), Jantze (3), Engels (2), L. Görgens (2), Nicklas (2), Soest (2/1), T. Görgens, Kullmann, Liedtke

Direkt nach dem Schlusspfiff rief Trainer Daniel Hellenbrandt seine Mannschaft zusammen, um sie lautstark für das nächste schwere Spiel gegen den VfB Homberg zu motivieren. Denn das Heimspiel gegen den TuS Treudeutsch Lank können die Verbandsliga-Handballer der HSG Mülheim getrost in die Kategorie „Satz mit X“ einordnen. Vor allem aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit kassierte die Spielgemeinschaft vor knapp 200 Zuschauern in der Halle an der Von-der-Tann-Straße eine verdiente 23:28 (10:17)-Niederlage.

Es waren die vielen eigenen Fehler, die der Mülheimer Mannschaft schon zu Beginn das Leben schwer machten. Nach ausgeglichenem Start (3:3) zog Lank über 6:4 auf 8:4 davon. Erst nach dem 10:6 nahm HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt seine erste Auszeit, um seine Mannen mit lauten Worten wachzurütteln. So richtig bezahlt machte sich der Schachzug nicht. Zwar konnte sein Team den Rückstand bis zum 9:13 konstant halten, um dann aber bis zur Pause noch deutlich mit 10:17 ins Hintertreffen zu geraten.

In Abwesenheit des verletzten Bernd Reimers und des gesperrten Anton Luburic fehlte den Mülheimern die führende Hand, zumal Routinier André Baar noch sichtbar angeschlagen und schlapp wirkte. Der junge André Nicklas machte auf der Spielmacherposition zwar ein gutes Spiel und erzielte zwei Tore, doch wirkten die Angriffe der Mülheimer teilweise relativ einfallslos und endeten vor allem in der ersten Halbzeit oft mit dem Torwurf von Mirko Krogmann. „Wir waren aber auch in der Deckung zu passiv und nicht aggressiv genug, Dadurch konnte Lank einfache Tore erzielen“, meinte Trainer Daniel Hellenbrandt.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schien die HSG aber noch einmal angreifen zu wollen. Tor um Tor konnten die Hausherren vom Rückstand abknabbern. Von 13:20 kamen sie bis auf 18:20 heran. In Minute 44 waren die Mülheimer plötzlich wieder im Spiel.

Würde das Spiel sogar noch einmal kippen? Nein! Denn mit eigenen Fehlern brachte sich die Spielgemeinschaft selbst um die Chance, noch einmal um den Sieg mitzuspielen. Vor allem die Chancenauswertung war in dieser Phase katastrophal. Allein Lukas Görgens ließ mehrere gute Chancen liegen. Im Tor konnte der zur Pause für den glücklosen Marco Banning eingwechselte Alexander Pütter nach einigen guten Paraden insgesamt auch nicht den Unterschied ausmachen. Von 19:21 zog Lank wieder auf 19:24 davon und sorgte damit für die Vorentscheidung.

„Gegner war nicht überragend“

„Wir haben in den wichtigen Situationen einfach zu viele klare Dinger vergeben, während Lank zur richtigen Zeit die Tore erzielt hat. Spielerisch war der Gegner mit Sicherheit nicht überragend, aber er hat die einfachen Sachen besser ausgespielt als wir“, lautete die Analyse von HSG-Trainer Daniel Hellenbrandt kurz vor dem Schlusspfiff.