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Rückschlag für die „Socken“

11.10.2011 | 18:42 Uhr
Rückschlag für die „Socken“
Spieler und Teammanager in Personalunion: Pascal Tagaz vom Mülheimer Squash-Zweitbundesligisten SC hot socks. Foto: Stephan Glagla

Nach dem hervorragenden Saisonstart in Hamburg erlitt Squash-Zweitligist SC hot socks am ersten Heimspieltag einen Rückschlag. Die Mülheimer waren in der Partie gegen die übermächtige Zweitvertretung von Squash Inn Hamborn chancenlos und mussten sich auch gegen den 1. SC Diepholz mit 1:3 geschlagen geben.

„Es ist schade, dass wir zu Hause nichts holen konnten. Ein Unentschieden war eigentlich eingeplant. Vor allem gegen Diepholz hatten wir uns etwas ausgerechnet“, resümierte hot-socks-Spieler und Teammanager Pascal Tagaz. Allerdings sind die Niederlagen gegen den Ersten und Zweiten kein Beinbruch. Die Mülheimer stehen nun auf dem sechsten Tabellenplatz. Positiv war die Zuschauerresonanz am ersten Bundesliga-Heimspieltag seit zehn Jahren. 80 Squash-Begeisterte verfolgten die Partien im Glascourt.

Die Hamborner Reserve reiste mit vier Akteuren an, die über Erstligaerfahrung verfügen. So schlug der Engländer Tom Richards, Nummer 26 der Weltrangliste, an Position eins für die Duisburger auf und stellte für den sehr gut spielenden Nils Sporkmann ein schlichtweg unüberwindliches Hindernis dar. Dennoch gestaltete Sporkmann bei seiner Dreisatz-Niederlage die Sätze eng (9:11, 10:12, 9:11) und verkaufte sich sehr gut.

Auch für die Mülheimer Nummer zwei, Pascal Tagaz, war nichts zu holen. Stefan Leifels, zweifacher Deutscher Meister und Ex-Nationalspieler, entschied das Duell mit 3:0 für sich. Hot-socks-Youngster Marco Schoeppers gewann im Spiel gegen David Kandra nur einen Durchgang und verlor mit 1:3. Auch Routinier Thomas Hutmacher war erfolglos. Obwohl er seinen Gegner Marc Hörning seit Jahren kennt, musste er ihm in allen drei Sätzen den Vortritt lassen.

„In dieser Besetzung sind die Hamborner für den Rest der Liga unschlagbar. Mit unseren Mitteln können wir uns eben keine internationalen Profis leisten und waren daher auf allen Positionen unterlegen“, sagte Tagaz.

In der zweiten Partie gegen den 1. SC Diepholz waren die Mülheimer alles andere als chancenlos. Dennoch zogen sie unglücklich den Kürzeren.

An Position vier lieferten sich hot-socks-Spieler Kai Rößing und Dennis Jensen ein s Duell auf Augenhöhe. Doch nachdem jeder einen Satz gewonnen hatte, verließen den Mülheimer die Kräfte und er verlor das Match mit 1:3. Der junge Marco Schoeppers traf an Position drei auf den ganz erfahrenen Luis Das Neves, der jahrelang zur deutschen Spitze gehörte. Schoeppers rieb sich am variantenreichen Spiel des Gegners auf und konnte seine athletischen Vorteile nicht in einen Sieg ummünzen. So gewann der Rivale deutlich mit 3:1.

Da die Mülheimer nun bereits mit 0:2 zurücklagen, war Nils Sporkmann in Zugzwang, um seinem Team wenigstens ein Remis offen zu halten. Allerdings hatte Sporkmann mit dem niederländischen Nationalspieler Dylan Bennett einen Top-100-Spieler der Weltrangliste vor der Brust. Obwohl der Mülheimer sein bestes Squash aufbot und beinahe jeden Ballwechsel offen gestaltete, machte dann doch der Niederländer die entscheidenden Punkte und holte sich den 3:0-Sieg. Die letzte Partie zwischen dem Mülheimer Pascal Tagaz und Pasquale Ruzicka war für den Ausgang der Begegnung nicht mehr entscheidend, dennoch dominierte der Mülheimer das Spiel und gewann souverän.

Katharina Schneider

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