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Feldhockey

Rabente träumt vom Titel

16.02.2010 | 20:11 Uhr
Rabente träumt vom Titel

Noch muss Hockeynationalspieler Jan Philipp Rabente vom HTC Uhlenhorst bei Minusgraden seine Trainingsrunden im verschneiten Broich-Speldorfer Wald drehen. Am 23. Februar fliegt er mit dem Nationalteam zum heißen Hockeytanz nach Indien.

Ein heißes Turnier ist die Feldhockey-WM im indischen Neu-Delhi für Rabente und seine Mannschaftskollegen nicht nur wegen des Temperatur-Unterschieds von derzeit 25 Grad Celsius, sondern auch, weil dem deutschen Team in der Gruppe A heiße Kämpfe gegen starke Gegner bevorstehen.

Der 22-jährige Uhlenhorster Jan Philipp Rabente spielt seit seiner Kindheit beim HTC Uhlenhorst Hockey. Foto: Alexandra Umbach

Mit Südkorea, Kanada, Argentinien, den Niederlanden und Neuseeland muss sich das Team des deutschen Hockeybundes (DHB) in der Vorrunde auseinandersetzen. In der B-Gruppe spielen Australien, England, Indien, Pakistan, Südafrika und Spanien. Am 28. Februar beginnt die 12. Hockeyweltmeisterschaft. Das DHB-Aufgebot bestreitet am 1. März sein erstes Gruppenspiel gegen Korea.

„Das ist direkt zu Beginn ein dicker Brocken“, sagt Jan Philipp Rabente über die Koreaner, die er ebenso wie die Niederländer als größte Rivalen der deutschen Elf in der A-Gruppe betrachtet. Als WM-Favorit gilt in der internationalen Hockeyszene natürlich der Titelverteidiger und Olympiasieger Deutschland. „Mit dieser Bürde werden wir uns wohl abfinden müssen“, meint auch der der 22-jährige Uhlenhorster, der im A-Kader auf verschiedenen Mittelfeld-Positionen spielt und – wenn Not am Mann ist – auch mal in der Abwehr aushilft.

Als offizielles Minimalziel hat Bundestrainer Markus Weise für seine Truppe den Einzug ins Halbfinale ausgegeben. „Mein großer Traum ist, dass wir den Titel gewinnen“, verrät Jan Philipp Rabente etwas über die Hoffnungen und Wünsche, die er selbst seit seiner endgültigen Nominierung für das Championat im fernen Indien hegt. Nach der WM richtet der DHB seinen Blick auf die Olympischen Sommerspiele in London 2012 – noch ein Ziel für den Mittelfeld-Allrounder aus den Reihen HTCU.

Dabei kann der 22-jährige Rabente schon jetzt stolz auf seine sportlichen Erfolge sein. Er hat 41-mal in der A-Nationalmannschaft gespielt und dabei drei Tore erzielt. Als 15-Jähriger bestritt der Mülheimer sein erstes Länderspiel im DHB-A-Jugendteam. Ein Jahr später (2003) wurde er mit dem U-16-Team Feldhockey-Europameister. Dreimal Zweiter waren Rabente und seine A-Kader-Mitstreiter im Vorjahr – zuerst beim Masters-Turnier in Hamburg, dann bei der Europameisterschaft in Amstelveen und vor wenigen Wochen bei der Champions Trophy in Melbourne.

Doch ein echter Uhle feiert seine Erfolge nicht nur im weißen Trikot mit dem Bundesadler, sondern auch im grünen Dress mit der Eule. Als HTCU-Nachwuchsspieler eroberte Jan Philipp Rabente mit seinen Teamkollegen insgesamt sechs deutsche Jugendtitel – vier auf dem Feld und zwei in der Halle. Was dem HTCU-Spieler noch fehlt, ist der heiß begehrte Herren-Meisterpokal, der zuletzt 1997 im Uhlen-Klubhaus stand. Dort hängt auch an der Wand schräg gegenüber der Theke das gerahmte Verzeichnis der 16 Herren-Mannschaften, die sich als deutsche Champions feiern lassen konnten. „Da müssen wir uns noch einreihen“, nennt der Ur-Uhlenhorster, der das Hockey-ABC als Vierjähriger bei Trainerin Petra Bruckmann erlernt hat, das Ziel, das er in naher Zukunft mit seiner Klubmannschaft anpeilt.

Dabei kommt Rabentes Wirtschaftswissenschafts-Studium in Bochum zurzeit ein wenig zu kurz. „Ich werde wohl mindestens ein Semester anhängen müssen“, lautet die Einschätzung des Hockey spielenden Studenten, der im Moment wohl eher ein sporadisch studierender Hockeyspieler ist.

Für die aktive Erholungspause bis zum Abflug nach Indien hat Bundestrainer Markus Weise den Nationalspielern individuelle Übungseinheiten verordnet. Die Waldläufe sind auch im frostigen NRW kein Problem. Stocktraining kann auf den mit Schnee bedeckten Kunstrasenplätzen allerdings nicht durchgeführt werden. Deshalb trainiert der Uhlenhorster Nationalspieler auch noch im Fitnessstudio. „Ich profitiere davon, dass alle HTC-Spieler aufgrund des guten Athletiktrainings mit Klaus Brosius sehr fit sind“, erklärt Rabente, Mülheimer Hoffungsträger bei der kommenden Hockey-Weltmeisterschaft 2010 im indischen Neu-Delhi.

Gaby Rüter

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Kommentare
17.02.2010
09:47
Rabente träumt vom Titel
von Julia Rabente | #1

YEAH :) bin stolz auf dich, bruderherz:)

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