Raadter können in die Bundesliga

TC Raadt -
Gladbacher HTC 7:2

Einzel: Vliegen – Oezelli 5:7, 1:6; Wauters – Zimmermann 6:2, 6:2; Koning – Lotz 6:1, 6:0; Pondman – Pauwels 0:6, 7:5, 5:10; Kilian – Schillings 6:0, 6:4; Jans – Prein 6:4, 6:2

Doppel: Vliegen/Wauters – Oezelli/Zimmermann 6:1, 6:2; Koning/Kilian – Lotz/Schillings 6:0, 6:2; Pondman/Jans - Pauwels/Prein 3:6, 6:4, 10:7

Mülheim erlebt in der kommenden Saison wieder eine Tennismannschaft in der 1. Bundesliga. Nach zweijähriger Abstinenz schafften die Herren 30 des TC Raadt am Samstag durch einen 7:2-Erfolg über den Gladbacher HTC die Rückkehr in die Eliteklasse der Jungsenioren. Dabei hatte es bis zuletzt Zweifel am Raadter Aufstieg gegeben, die nicht rein sportlicher Natur waren. Im Sommer 2010 schafften die Mülheimer mit ihrer Herren-30-Mannschaft erstmals den Sprung in die 1. Liga und wurden 2011 auf Anhieb deutscher Mannschaftsmeister. 2012 und 2013 folgte jeweils der Vizemeistertitel hinter dem Oelder TC Blau-Weiß. Mit der Neuordnung der Bundesligen – die 1. Liga wurde in zwei Staffeln vergrößert, die 2. Liga gestrichen – zogen die Raadter ihr Team in die Regionalliga zurück.

Damit zogen sich die Mülheimer aber auch eine einjährige Aufstiegssperre zu. Trotz des Gewinns der westdeutschen Mannschaftsmeisterschaft im vergangenen Sommer verblieben die Raadter in der Regionalliga, das Aufstiegsrecht in Richtung Liga eins nahm Leverkusen in Anspruch.

Aufgrund dieser Entwicklung herrschte auch in der laufenden Saison Unklarheit darüber, ob die erneut an der Spitze mitmischenden Raadter aufsteigen dürfen oder nicht. „Die Sperre läuft in dieser Saison ab, wir werden die Aufstiegsoption wohl wahrnehmen“, sagte der Raadter Teamchef Volker Hoppe kurz vor Beginn des letzten Spieltages und räumte damit alle Zweifel aus der Welt.

Dass die Raadter tatsächlich zum Aufsteiger gekürt würden, stand zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht fest, schließlich hatte auch der Gladbacher HTC bis dato alle Partien für sich entschieden. Insgeheim hatte der GHTC sogar schon für Liga eins geplant. „Wir wussten bis vor einer Woche nicht, dass Raadt aufsteigen darf“, sagt Kapitän Raphael Oezelli.

Mit den geänderten Vorzeichen schätzte der GHTC-Kapitän die Chancen realistisch ein. „Wir sind klarer Underdog und in keinem Einzel favorisiert.“ Widersprechen wollte auch Raadts Teamchef Volker Hoppe nicht. „Am Ende müsste es für uns ausgehen, sonst verstehe ich die Welt nicht mehr.“

Er versteht sie noch, denn im Einzel mussten sich nur Kristof Vliegen an Position eins und Remco Pondman an Position vier geschlagen geben. Stefan Wauters, Michel Koning, Floris Kilian und Harold Jans sorgten für eine 4:2-Führung. Vliegen/Wauters, Koning/Kilian und Pondman/Jans sammelten im Doppel sämtliche Zähler ein.