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Personalsorgen im Gepäck

15.06.2012 | 18:18 Uhr
Personalsorgen im Gepäck
In Rüdersdorf beginnt die Ruder-Bundesliga. Vorjahresdritter Sprintteam Mülheim hat Personalprobleme. Foto: privat

In ihre vierte Saison geht die Ruder-Bundesliga am Samstag. Ab 9.30 Uhr kämpfen die Achter um eine gute Platzierung bei der Auftaktveranstaltung in der brandenburgischen „Kalksee-Arena“. Der Vorjahresdritte in der Eliteklasse, das Sprintteam Mülheim, hat große Personalsorgen im Gepäck.

„Das ist eine schwierige Mission zum Auftakt. Mehrere Stammkräfte fehlen bei uns. Es fällt sozusagen das komplette Mittelschiff aus. Das ist unser Maschinenraum. In der Vergangenheit gab es hin und wieder einmal einen Ausfall, aber in dieser Geballtheit hatten wir das auch noch nicht“, sagt Schlagmann Martin Tschäge von der RRGM.

Matthias Schneider wird in Rüdersdorf fehlen, weil er als Vereinstrainer mit den Junioren unterwegs ist. Dieser Ausfall stand schon längere Zeit fest. Christoph Riplinger ist Trauzeuge bei einer Hochzeit. Martin Kiefer und André Warm haben alles versucht, um den Bundesligastart mitzuerleben, aber sie müssen berufsbedingt passen.

Tschäge: „Es ist für uns sehr schwer, die Ausfälle zu kompensieren. Wir werden im Mittelschiff auf jeden Fall physisch schwächer besetzt sein, die Power wird fehlen.“ Den Achter bilden in Rüdersdorf nun neben Schlagmann Martin Tschäge Morgan Baumgärtel, Christian Reckzeh, Christian Reckzügel, Kristian Schneider, Jakob Schleu, Matthias Borghorst, Bastian Sievers und Markus Geller sowie Steuermann Lennart Schmitz. Die Nachwuchsruderer Bastian Sievers und Markus Geller sitzen zum ersten Mal im RRGM-Aushängeschild.

Angesichts der Personalnot rechnet Martin Tschäge diesmal nicht mit einem Podestplatz. „Wenn wir in die obere Hälfte fahren, also das Achtelfinale überstehen, können wir schon zufrieden sein. Mehr wird wohl nicht drin sein. Aber dieses Ziel können wir erreichen. Da bin ich ganz optimistisch“, so der Teamkapitän.

Die Rüdersdorfer „Kalksee-Arena“, unweit von Berlin gelegen, ist zum ersten Mal Austragungsort einer Bundesligaregatta im Rudern. „Wir sind stolz und es ist uns eine Ehre, dass wir als kleinstes Dorf der Bundesliga Gastgeber für all die großen Clubs sein dürfen. Durch den Aufstieg unseres eigenen Teams in die erste Liga ist ein Ruder-Boom in Rüdersdorf entstanden und wir werden sicherlich einige tausend Zuschauer zur Bundesliga in die Kalksee-Arena locken. Die ganze Stadt steht hinter uns und freut sich durch das Bundesliga-Team ein nachhaltiges sportliches Profil im Rudersport entwickelt zu haben. Vielleicht ein bisschen mit dem legendären Ratzeburg der 60er Jahre vergleichbar. Damals haben auch viele gefragt wo denn eigentlich Ratzeburg läge. Ähnlich ist es mit unserem Rüdersdorf. Mittlerweile kennen aber schon viele unser kleines ‚Dorf‘. Und diesen Bekanntheitsgrad wollen wir durch eine gute Veranstaltung noch weiter steigern“, ließ der frühere U23-Weltmeister und Rüdersdorfer Vereins-Vorstandsmitglied Stefan Massanz im Vorfeld der Bundesliga-Veranstaltung verlauten.

Die Experten rechnen mit einer spannenden Saison und sind der Meinung, dass die Bundesliga durch den Aufstieg der drei im Osten Deutschlands gelegenen Vereinen aus Rüdersdorf, Pirna und Berlin an Qualität hinzugewonnen hat. Titelverteidiger Crefelder RC, Vizemeister Münster Achter und der Vorjahresdritte Sprintteam Mülheim sowie die übrigen Top-Teams haben auf der 350-Meter-Sprintdistanz ordentlich Konkurrenz bekommen.

Marcus Lemke



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