Party des Vizemeisters dauert bis tief in die Nacht

Feierlaune zu später Stunde nach der Rückkehr aus Berlin: Die Uhlenhorsterinnen stoßen in prächtiger Laune auf die deutsche Vizemeisterschaft an.
Feierlaune zu später Stunde nach der Rückkehr aus Berlin: Die Uhlenhorsterinnen stoßen in prächtiger Laune auf die deutsche Vizemeisterschaft an.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ

Den blauen Wimpel mussten die Uh-lenhorsterinnen zwar ihren Konkur-rentinnen aus Düsseldorf überlassen, doch die Lust am Feiern ließen sie sich nach der Finalniederlage um die deutsche Hallenmeisterschaft nicht nehmen. Nach dem Rückflug aus Berlin startete am Sonntagabend im Vereinsheim neben dem Waldstadion die Party zu Ehren des Vizemeisters – und dauerte bis tief in die Nacht zum Montag an.

Ehre wem Ehre gebührt! Mit Applaus und vielen Umarmungen wurden die Unterlegenen nach dem Ausstieg aus dem Bus empfangen. Aber was heißt schon unterlegen? Als Zweitligist auf dem Feld den Schritt ins Endspiel um die Hallenmeisterschaft zu schaffen, ist allein schon ein historischer Erfolg. „Das gab es noch nie“, sagte Trainer Hanns-Peter Windfeder, bei dem der Stolz über den zweiten Platz schnell die Enttäuschung über die 1:4 Niederlage gegen den DHC Düsseldorf verdrängte. „Das war schon fünf Minuten nach dem Abpfiff so. Die Mannschaft hat sich fantastisch verkauft und wir haben unfassbar viel Spaß gehabt in Berlin.“

Seinen Spielerinnen ging es da nicht anders. „Das Wochenende war voll geil, anders kann man das gar nicht sagen“, so Laura Apeltrath, die mit zarten 17 Jahren zu den Jüngsten in einem ohnehin schon unfassbar jungen Team gehört.

Es waren ja tatsächlich zwei Tage voll mit unvergesslichen Erlebnissen. Erst am Samstag das unfassbar spannende Spiel gegen den Harvestehuder THC mit dem Sieg im Siebenmeterschießen, dann das historische Finale für die Uhlenhorster Mädels – bei der Nationalhymne sollen nicht wenige von ihnen mindestens eine Träne verdrückt haben.

In Abwesenheit von Spielführerin Katharina Windfeder (sie weilt seit Sonntag in Leipzig bei der Nationalmannschaft) und Torhüterin Lena Grabowski (auf dem Weg in den Skiurlaub) flossen am Abend dann die verdienten alkoholischen Getränke. Windfeders Stellvertreterin Hanna Valentin konnte das Erreichte da noch nicht so wirklich einordnen. „Vizemeister, das ist unbeschreiblich“, sagte die 20-Jährige, die im Halbfinale doppelt traf. „Wir sind als Team aufgetreten, das hat uns so stark gemacht.“ Ein Team mit so vielen talentierten jungen Spielerinnen und Potenzial, dass es in Zukunft nicht bei dem einen erreichten Endspiel bleiben muss. Vielleicht bringen Valentin, Windfeder und Co. den blauen Wimpel ja schon bald mit zur großen Feier im Vereinsheim.