Nord-Team leistet sich nächsten Aussetzer

Felix Levin (re.) gelang am Samstag der einzige Sieg für den SV Nord.
Felix Levin (re.) gelang am Samstag der einzige Sieg für den SV Nord.
Foto: WAZ FotoPool
Unnötige Niederlage des Schachbundesligisten gegen den SC Hansa Dortmund. Trotzreaktion gelingt mit Kantersieg gegen Katernberg.

Was ist bloß mit den Schachspielern des SV Nord los? Am achten Bundesligaspieltag leistete sich der Vizemeister eine ebenso unnötige wie überraschende 3,5:4,5-Niederlage gegen den SC Hansa Dortmund und schwebte zumindest für eine Nacht in Abstiegsgefahr. Durch einen Kantersieg gegen Katernberg rückten sie die Kräfteverhältnisse am Sonntag wieder zurecht.

Die Leistung vom Samstag konnte sich der Vereinsvorsitzende Heinz Schmitz nicht erklären. „Es war richtig schlimm. Die Mannschaft hatte keine Bindung zum Spiel. Sie hat mehr mit dem Ellenbogen als mit dem Kopf gespielt“, sagte Schmitz. Dabei waren die Mülheimer der klare Favorit. Zum Vergleich: Am ersten Brett spielte mit David Navara die Nummer 16 der Welt gegen die Nummer 256 der deutschen Rangliste. Dennoch erreichte Thomas Henrichs ein Remis. Mit demselben Resultat endeten auch die Partien an den Brettern zwei bis fünf. „Wir standen zwar überall gut, aber es war nie leicht zu gewinnen“, erklärte Schmitz. Der einzige Sieg gelang Felix Levin am sechsten Brett gegen den Türken Ufuk Tuncer. Wären auch die letzten beiden Duelle mit einem Remis zu Ende gegangen, hätte es doch noch zu einem Sieg der Mülheimer gereicht. Doch sowohl Michael Feygin als auch Mihail Saltaev mussten sich geschlagen geben, so dass die Nord-Mannschaft zeitweise bis auf Rang zwölf abrutschte. Ab Platz 13 beginnt die Abstiegszone der ersten Liga.

Dass die Nord-Truppe eigentlich stark genug ist, um eine gute Rolle in der Liga spielen kann, hat sie am Sonntag gezeigt. als sie Katernberg beinahe deklassierte. Mit 7:1 endete das Ligaspiel der beiden Ruhrgebiets-Rivalen. „Katernberg ist eigentlich viel stärker aufgestellt als Dortmund. Aber heute hat die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Sie wollte das Ergebnis von gestern nicht auf sich sitzen lassen“, so Schmitz. David Navara, Daniel Fridman, Alexander Berelowitsch und Michael Feygin gewannen mit weiß ihre Partien relativ souverän und auch Pavel Tregubov sowie Mihail Saltaev gaben sich keine Blöße. Unentschieden endeten die Begegnungen von Konstantin Landa und Daniel Hausrath. Diesmal blieb das Nord-Team ungeschlagen.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE