Noel Gemsjäger gelingt ein Hattrick

Glänzte im Südbad: Noel Gemsjäger wurde dreimal Stadtmeister.
Glänzte im Südbad: Noel Gemsjäger wurde dreimal Stadtmeister.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Der 19-jähriger Schwimmer Noel Gemsjäger gewinnt bei der Stadtmeisterschaft über die langen Strecken im Hallenbad Süd alle Titel bei den Männern. Jana Augenstein, Laura Fobbe und Laura Blocken siegen bei den Damen. Jugend macht dem Trainer Hoffnung für die Zukunft.

Schwimmer Noel Gemsjäger hat einen erfolgreichen Auftakt ins neue Jahr gefeiert. Bei den Stadtmeisterschaften über die langen Strecken sicherte sich der 19-Jährige alle drei Titel bei den Männern. Die ersten Plätze der Damen wurden auf drei Siegerinnen verteilt.

Eigentlich hat der 19-Jährige sein Trainingspensum bereits reduziert, um sich mehr auf sein Studium konzentrieren zu können und gehört nicht mehr zum A-Kader von Trainer Peter Schorning. Dennoch führte an dem Athleten der Wassersportfreunde 1912 diesmal kein Weg vorbei. Sowohl über 400 Meter Lagen (4:52,61 Minuten), als auch über 800 Meter Freistil (8:58,11 Minuten) und 1500 Meter Freistil (17:14,97 Minuten) schlug er als Erster an und erhöhte die Zahl seiner Stadtmeistertitel damit auf mittlerweile 19. Zweiter wurde jeweils mit knappem Rückstand der fünf Jahre jüngere Meik Hildebrandt. „Da deutet sich vielleicht eine Wachabläsung an“, sagt Peter Schorning, Cheftrainer der Startgemeinschaft Mülheim.

Der Coach freute sich zudem über die tolle Zeit von Jana Augenstein, die sich in 9:33,59 Minuten den Titel über 800 Meter Freistil sicherte. Auf der längeren Freistilstrecke über 1500 Meter setzte sich die ein Jahr jüngere Laura Block durch. Erste über 400 Meter Lagen wurde Laura Block, die mittlerweile für die SG Essen an den Start geht.

Erst seit knappen zwei Wochen sind die Mülheimer Schwimmerinnen und Schwimmer nach einer kurzen Weihnachtspause wieder im Trainingsbetrieb. „Dafür waren die Leistungen wirklich gut“, freute sich der Trainer, wenngleich sich nicht alle seiner Athleten einer ersten Standortbestimmung im Jahr 2015 unterziehen konnten. Neben einigen krankheitsbedingten Ausfällen fehlten vor allem Hanna Kleischmann (USA-Aufenthalt) und Luke Nottelmann (Muskelfaserriss).

Begeistert war der Mülheimer Cheftrainer Peter Schorning einmal mehr über die tolllen Leistungen der jüngsten Nachwuchsschwimmer. Während Dreifachsieger Noel Gemsjäger mit seinen 19 Jahren schon zu den Routiniers gehört (Schorning: „Ab nächstem Jahr darf er ja schon bei den Masters starten“), sorgten vor allem die nach 2000 geborenen Talente für Furore. „In der Spitze sind wir einfach nicht gut aufgestellt. Die etwas Älteren müssen wegen der Schule, dem Studium oder dem Berufsstart irgendwann kürzer treten, was ja auch völlig verständlich ist. Aber die Jugend macht uns sehr große Hoffnung, dass wir in einigen Jahren auch in vorderster Front eine gute Mannschaft aufstellen können“, sagt Schorning. „Es ist einfach eine schöne Entwicklung, dass immer wieder neue Talente nachkommen.“

Zeiten für die DM sind gefragt

In den kommenden Wochen geht es für den Mülheimer Nachwuchs darum, möglichst gute Zeiten für die Qualifikation zur deutschen Jahrgangsmeisterschaft zu schwimmen. Dies ist im Mülheimer Hallenbad Süd allerdings nicht möglich, da nur Zeiten auf der 50-Meter-Bahn gelten.