Noch keine ebenbürtigen Gegner
15.02.2012 | 14:28 Uhr 2012-02-15T14:28:00+0100Sogar in der westdeutschen Endrunde sucht die männliche Jugend B des HTC Uhlenhorst noch nach ebenbürtiger Konkurrenz. Das wird aber schon bald ein Ende haben. In den ersten drei Duellen der finalen Wettkämpfe sah die Konkurrenz kein Land. Gegen den Düsseldorfer HC (9:2), ETuF Essen (10:1) sowie den Crefelder HTC (8:0) gab es Kantersiege. Die Uhlen haben damit schon eine Hand am Ticket zur deutschen Meisterschaft.
Doch ein Selbstläufer wird der Gewinn der westdeutschen Meisterschaft nicht. Denn gemeinsam mit dem HTCU schoss auch der Gladbacher HTC seine Gegner ähnlich deutlich ab. Zum Showdown kommt es schließlich am 26. Februar. Dann treffen die Jung-Uhlen in Gladbach auf den GHTC zu einem echten Endspiel, anschließend müssen die Mülheimer noch gegen Rot-Weiss Köln ran.
Die ersten drei von den fünf Endrundenspielen dominierten die Mülheimer in der Halle am Uhlenhorst nach Belieben. Im Auftaktmatch gegen den Düsseldorfer HC traten die Gäste aus der Landeshauptstadt überraschend frech und forsch auf: Statt einer erwarteten Defensiv-Aufstellung übten die Düsseldorfer von Beginn an Druck aus. Doch der Uhlen-Aufbau war trotz der frühen Anstoßzeit hellwach und spielte schnell und schnörkellos heraus. Die Chancenverwertung ließ zu Beginn noch zu wünschen übrig, entsprechend stand es zur Pause „nur“ 3:1. „In Durchgang zwei ließen wir Ball und Gegner laufen“, meinte Trainer André Henning. Die Mülheimer zogen auf 9:2 davon. Die Tore verteilten sich auf Lukas Windfeder (2), Marc Buse, Phil Neuheuser, Christian Schmiedel, Moritz Trompertz, Henning Hüttermann, Max Sweering und Nils Schiffer.
Das zweite Duell gegen ETuF Essen offenbarte den Tiefpunkt des Tages in Halbzeit eins. „Langweilig, langsam, zu fehlerhaft und ohne Körperspannung“, beschrieb Trainer Henning die Leistung in den ersten 15 Minuten. Nach einer knackigen Pausenansprache ging nach dem Seitenwechsel plötzlich vieles besser. In den ersten zwei Minuten nach Wiederanpfiff gelangen gleich drei Treffer. Jetzt spielten die Uhlen rasantes Offensivhockey – es geht doch!
Lukas Windfeder (3), Moritz Trompertz (3), Henning Hüttermann, Sami Othman, Marc Buse und Christian Schmiedel trugen sich in die Torschützenliste ein.
Im Match gegen den Crefelder HTC zeigten die Uhlen die beste, weil konstanteste Leistung. „Wir haben fast 30 Minuten lang gutes Hockey gespielt, sind ein hohes Tempo gegangen und haben defensiv so gut wie nichts zugelassen“, lobte Trainer Henning. Für die Treffer zeichneten sich das Stürmerduo Lukas Windfeder (3) und Moritz Trompertz (2) sowie der einmal mehr überzeugende Henning Hüttermann und der gute Aufbauspieler Julius Meyer verantwortlich. Tor Nummer acht markierte der starke Marc Buse.
„Trotz des zwischenzeitlichen Tiefs haben sich die Jungs innerhalb des Turniers gut entwickelt. Individuell kamen dabei ansprechende Leistungen heraus, aber vor allem die Entwicklung im Teamzusammenspiel ist erkennbar, wenn auch noch nicht abgeschlossen“, resümierte Coach Henning. „Ganz wichtig ist für mich, dass die Defensive gut funktioniert, auch dank der ansprechenden Torwartleistungen.“
Nach der Karnevalspause, in der sich mit Lukas Windfeder, Henning Hüttermann, Moritz Trompertz, Christian Schmiedel, Julius Meyer und Constantin Deichmann gleich sechs Akteure mit dem Herren-Bundesligateam im Feld-Trainingslager in Spanien befinden, geht es in die heiße Phase. Das zweite Endrundenturnier beim Gladbacher HTC steht auf dem Programm. „Der GHTC spielt ähnlich wie wir wirklich starkes Hallenhockey. Das wird eine spannende Partie.“ Einen Sieg aus den zwei verbleibenden Partien brauchen die Uhlen, um das DM-Ticket sicher zu buchen. Für die beiden Besten im Westen geht es am 3./4. März zur „Deutschen“ nach Mannheim.
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