Noch einmal Matchwinner

Jürgen Polzin führte die DJK Styrum 06 am Siebenmeterpunkt zum Derbysieg. Nach dem Spiel war Schluss für den 48-jährigen Rückraumspieler..
Jürgen Polzin führte die DJK Styrum 06 am Siebenmeterpunkt zum Derbysieg. Nach dem Spiel war Schluss für den 48-jährigen Rückraumspieler..
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Was wir bereits wissen
Jürgen Polzin erzielt in seinem letzten Spiel die beiden entscheidenden Siebenmetertreffer zum Derbysieg der Styrumer über den HSV Dümpten.

DJK Styrum 06 -
HSV Dümpten 32:30 (12:17)

DJK: Schoofs, Kürbis, Lindmüller – Burczyk (10), Bremkes (5), Polzin (5/5), Millhorst (4), Schmidt (3), Mnich (2), Wagemakers (2), Siemes (1), Pollak, Hidding

HSV: Floten, Raths – Sondram (9), Kiriakou (5/1), Peich (5/2), Bülten (3), Hentschel (3), Hofmeister (3), Neikes (2), M. Grewe, S. Grewe, Von Ritter

In den letzten Minuten kam noch einmal richtige Derbystimmung auf, obwohl es im stadtinternen Handballvergleich der beiden Landesligisten DJK Styrum 06 und HSV Dümpten um nichts mehr ging. Dank einer starken zweiten Halbzeit setzten sich die Styrumer am letzten Spieltag mit 32:30 (12:17) im Duell gegen den Verbandsliga-Aufsteiger aus Dümpten durch.

Einer freute sich ganz besonders: Jürgen Polzin (48) entschied mit seinen Siebenmetertreffern vier und fünf an diesem Sonntag das Lokalduell endgültig zu Gunsten der Styrumer – und das in seinem letzten Spiel. „Ich bin wirklich froh, dass ich die letzten drei Jahre in Styrum gespielt habe, weil das einfach der geilste Verein ist“, sagte der Rückraumspieler nach der Partie.

Zum Spiel: Die erste Halbzeit bezeichnete Styrums Trainer Carsten Quass später als „total schlecht“. Die Dümptener übernahmen sofort die Initiative, obwohl auch sie sich etliche Fehlversuche leisteten. Vor allem Konstantin Sondram erwies sich im ersten Durchgang aber als treffsicher und traf allein sechsmal.

Nach dem zwischenzeitlichen 8:3 kam die DJK zwar noch einmal bis auf 8:6 heran, doch der Aufsteiger zog wieder davon – zunächst auf 12:6 und später zur höchsten Führung von 15:8. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs konnte Styrum zumindest auf 17:12 verkürzen.

Der Start in Halbzeit zwei gehörte allein der DJK. Innerhalb von nur sechs Minuten schafften die Hausherren den Anschluss. Als Markus Burczyk in der 41. Minute den 21:21-Ausgleich erzielte, nahm HSV-Trainer Jan Kassens folgerichtig die Auszeit. Zwar ging Styrum erneut durch Burczyk erstmals in Führung (22:21), doch dann schien das Pendel wieder in Richtung Dümpten auszuschlagen. Daniel Neikes brachte den HSV mit 26:24 in Front (47.). Doch keine drei Minuten später lag die DJK wieder vorn. Timo Bremkes hatte für das 27:26 gesorgt.

Das Spiel stand auf des Messers Schneide und konnte vom überforderten, alleine pfeifenden Schiedsrichter nicht in ruhige Bahnen gelenkt werden. Etliche fragwürdige Entscheidungen sorgten auf beiden Seiten für Hektik und aufkommende Unzufriedenheit. Negativer Höhepunkt war die letzte Minute, als Dümptens Daniel Kiriakou und Styrums Marvin Wagemakers aneinandergerieten. Beide sahen Rot.

Styrum behielt in der Hektik die Nerven und Jürgen Polzin verwandelte die beiden entscheidenden Siebenmeter zum Derbysieg. „Wir laufen auf der letzten Rille und hatten am Ende kaum Wechselmöglichkeiten. Schade! Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen“, so HSV-Trainer Kassens.