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Noch eine Hockey-Hitchcock

05.05.2008 | 01:41 Uhr

Ein ebenso spannender Hockey-Hitchcock wie das letzte Bundesliga-Hinrundenspiel beim Nürnberger HTC war das erste Play-off-Rundenspiel des HTC Uhlenhorst am 4. Mai gegen Europacupsieger Crefelder HTC, das mit eine 5:6 Niederlage der Uhlen endete.

Karambolage beim Kampf um den Ball: Der Uhlenhorster Felix Meyer (l.) attackiert den Krefelder Christian Achtmann (r.), der sich ihm in den Weg stellt. Foto: Andreas Köhring

In dem Hockeykrimi ohne Happy End mussten die Mülheimer sich vor 900 Zuschauern im Hockeywaldstadion am Uhlenhorstweg erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben geschlagen geben.

Beim Penalty-Schießen nach dem 2:2 (1:1)-Remis in der regulären Spielzeit gelangen den Uhlen nur drei Treffer. Die Krefelder verwandelten viermal und konnten sich am Ende dieses hochklassigen und hochdramatischen Hockeyduells über einen hauchdünnen Erfolg freuen.

Trost von den Fans

Das enttäuschte Uhlenteam bekam Trost von den Hockeyfans, die minutenlang applaudierten, und von Trainer André Henning, der seinem Team bescheinigte, als Tabellensiebter und Außenseiter dem Tabellenzweiten und Favoriten CHTC ein tolles Match geliefert zu haben.

Der HTCU war dem CHTC von Anfang an ebenbürtig. In der ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Uhlen nach drei Minuten die erste Chance. Doch Benedikt Fürk scheiterte mit seinem Schuss, zu dem Teamkapitän Tim Leusmann die Vorlage geliefert hatte, am Krefelder Nationalkeeper Christian Schulte. Danach bewahrten HTCU-Verteidiger Jan Philipp Rabente und Torwart Tobias Franzke die Uhlen bei gegnerischen Kontern mit vereinten Kräften zweimal vor einem Rückstand.

Stralkowski-Tor per Stafecke

Bei einem Freischlag in den Kreis holten die in dieser Phase sehr konzentriert und mit kühlem Kopf spielenden Uhlen eine Strafecke heraus, und Thilo Stralkowski erwies sich als sicherer Schütze: Das war das 1:0 für die Gastgeber. Den Gegentreffer zum 1:1 kassierten die Mülheimer durch eine von Tim Witthaus verwandelte Ecke wenige Sekunden vor der Halbzeitpause.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gerieten die Mülheimer unter Druck, weil sie zu vorsichtig spielten. Nach einem Freischlag in den Schusskreis gelang dem überragenden CHTC-Akteur Matthias Witthaus aus dem Gewühl heraus der Treffer zur 2:1-Führung für Krefeld.

Das HTCU-Team ließ sich von dem Rückstand nicht entmutigen, sondern startete eine Gegenoffensive. Der 2:2-Ausgleich gelang Thilo Stralkowski in der 50. Minute mit einem Eckennachschuss. Den ersten „Versuch” von Johannes Schmitz hatte CHTC-Keeper Schulte abgewehrt. In der Endphase dominierten die Uhlen, die in den letzten Minuten in Überzahl waren, weil der Krefelder Nicolas Hüsgen auf der Strafbank saß.

Rabente-Pfostenschuss

Beim Siebenmeterschießen hatte das Mülheimer Team direkt am Anfang Pech. Jan Philipp Rabente schlug den Ball an den Pfosten. Der CHTC patzte dann beim zweiten Siebenmeter. Oskar Deecke verfehlte das Tor um wenige Zentimeter. Die Entscheidung fiel, als Johannes Schmitz an CHTC-Keeper Christian Schulte scheiterte und Alan Butt anschließend den letzten Penalty für die Krefelder verwandelte.

Gaby Rüter

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Noch eine Hockey-Hitchcock
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2008-05-05 01:41
Mülheim