Mülheimer Schachteam peilt zwei Siege in Solingen an

Konstantin Landa gehört am Wochenende zum Mülheimer Aufgebot.
Konstantin Landa gehört am Wochenende zum Mülheimer Aufgebot.
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
Was wir bereits wissen
In den Bundesligaduellen gegen den SC Hansa Dortmund die Sportfreunde Katernberg ist der SV Nord der klare Favorit.

Die aktuelle Schachbundesliga-Saison ist bislang nicht nach Wunsch des SV Mülheim-Nord. Nach sechs Spieltagen belegt der Vizemeister nur den neunten Tabellenplatz. An diesem Wochenende soll aber in der Stadtsparkasse Solingen ein Sprung nach oben gelingen, denn in den Partien gegen den SC Hansa Dortmund (Sa., 14 Uhr) und die Sportfreunde Katernberg (So., 10 Uhr) sind die Mülheimer favorisiert.

„Ich habe mich in dieser Saison ja schon das ein oder andere Mal etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber wenn wir diese beiden Kämpfe nicht gewinnen, dann sieht es schon sehr traurig aus“, sagt der Vereinsvorsitzende Heinz Schmitz.

Zeichen stehen auf Sieg

Aber für den Nord-Chef stehen die Zeichen auf Gewinn. Im Duell gegen die Dortmunder, die in der Tabelle aktuell sogar einen Platz über dem SV Nord stehen, seien die Mülheimer an nahezu allen Brettern stärker aufgestellt. „Katernberg ist an den oberen drei Brettern gut und damit ungefähr gleichwertig. Auf den hinteren Brettern sollten wir aber im Vorteil sein“, sagt Heinz Schmitz.

Dabei kann das Nord-Team an diesem Wochenende nicht auf seine stärksten Spieler zurückgreifen. Maxime Vachier-Lagrave war in dieser Woche bei einem großen internationalen Turnier in den Niederlanden im Einsatz und belegte dort den zweiten Platz hinter keinem geringerem als dem Weltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen. Auch David Navarra und Vladimir Potkin waren bei diesem Turnier im Einsatz. „Sie können jetzt nicht schon wieder auf dem hohen Niveau weiterspielen. Wir müssen ihnen ein bisschen Ruhe gönnen“, sagt Schmitz.

Landa & Co. gehen an den Start

Die Mülheimer setzen in Solingen auf die Akteure, die Schmitz als „einheimisches Team“ bezeichnet. Dazu gehören Spieler wie Konstantin Landa oder der Deutsche Meister Daniel Fridman. Doch auch mit dieser Aufstellung sieht Schmitz seine Mannschaft in der Favoritenstellung. „Ich denke schon, dass wir in beiden Fällen die bessere Mannschaft haben“, sagt Schmitz und fügt hinzu: „Im Hinblick auf die neue Saison wäre es für uns schon ein großer Vorteil, noch einen besseren Tabellenplatz zu erreichen. Erfolg lässt sich schließlich wesentlich besser verkaufen.“