Mülheimer KSF verpassen zweimal Platz eins

Die Schülermannschaft der Mülheimer Kanu- und Skifreunde (blau) schaffte es bis ins Endspiel.
Die Schülermannschaft der Mülheimer Kanu- und Skifreunde (blau) schaffte es bis ins Endspiel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Organisatoren der DJK Ruhrwacht freuten sich über den tollen Zuspruch beim jährlichen Hallenturnier im Kanupolo.

Einmal im Jahr herrscht im Hallenbad Süd ganz besonders hoher Wellengang. Dann wird das Becken des Mülheimer Schwimmbades nicht von den gewohnten Schwimmern, sondern von kleinen Kanubooten bevölkert. Es wird Kanupolo gespielt. Der RWW-Wintercup der DJK Ruhrwacht ist seit etlichen Jahren fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der hiesigen Kanupoloszene. Trotz oder gerade wegen eines veränderten Konzepts war der Andrang bei der achten Auflage so groß wie nie.

„Vom Meldeergebnis waren wir wirklich begeistert“, erzählt Organisator Sven Stockamp, der neben den 16 Mannschaften noch mehrere Teams in der Warteschleife hatte. Um einen vernünftigen Ablauf zu gewährleisten, musste die DJK jedoch bei acht Teams pro Altersklasse einen Schlussstrich ziehen. Gespielt wurde in diesem Jahr nur in der Schüler- und Jugendklasse. Herrenteams waren nicht mehr am Start. „Für die Herren gibt es im Winter schon so viele Möglichkeiten, auf Turnieren zu spielen. Der Nachwuchs hingegen hätte sonst erst im März gespielt“, erläutert Sven Stockamp das veränderte Konzept. „Da wir jede Menge Nachwuchs bei uns im Verein und auch in den anderen Klubs aus der Umgebung haben, wollten wir denen eine Chance geben, Spielpraxis und Erfahrung zu sammeln“, so der Organisator. Gerade bei den Schülern konnten die Gastgeber viele Neulinge begrüßen, die zum ersten Mal bei einem Turnier zum Schläger greifen. Der Wettbewerb schien bei den Gästen so gut anzukommen, dass viele bereits ihre Zusagen für das kommende Jahr gegeben haben.

Die insgesamt fünf Mannschaften aus Mülheim konnten beim Heimspiel durchaus auf sich aufmerksam machen. In der Schülerklasse beendete die DJK Ruhrwacht die Gruppenphase auf dem ersten Platz, nachdem sie alle Partien gegen Rote Mühle Essen, den WSVN Duisburg und den KC Wetter gewonnen hatte. In der Parallelgruppe sicherten sich die Mülheimer Kanu- und Skifreunde hinter dem 1. Meidericher KC aus Duisburg den zweiten Platz, der ebenfalls zur Teilnahme am Halbfinale berechtigte.

In der Vorschlussrunde kam es dann zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Mülheimer Teams. Die MKSF entschieden das Derby mit 5:4 für sich und zogen ins Endspiel ein. Gegner war Meiderich nach einem fulminanten 11:1-Kantersieg über Rote Mühle Essen.

Das Ruhrwacht-Team sicherte sich schließlich Rang drei durch einen 6:5-Erfolg über die Gäste aus Essen, ehe es erneut zum Aufeinandertreffen zwischen den MKSF und Meiderich kam. Die Duisburger waren an diesem Wochenende allerdings eine Klasse für sich und ließen beim 13:2-Erfolg keinen Zweifel am Turniersieg aufkommen.

Bei den Jugendlichen zogen die DJK und die MKSF jeweils als Zweiter ihrer Gruppen ins Halbfinale ein. Die DJK Ruhrwacht II wurde Gruppendritter und landete am Ende auf dem sechsten Rang in der Endabrechnung.

Im Halbfinale war schließlich auch in der Jugendklasse Schluss für den Gastgeber. Ruhrwacht unterlag den WSF Liblar mit 3:7. Die MKSF hingegen schnappten sich durch einen 8:7-Erfolg über die Schweizer Gäste des KC Rapperswill-Jona das Endspielticket.

Während die Ruhrwacht mit 3:10 an den Schweizern scheiterte und sich mit Rang vier zufriedengeben musste, scheiterten die Mülheimer Kanu- und Skifreunde zum zweiten Mal im Endspiel. Die Mülheimer hielten zwar wesentlich besser mit als ihre jüngeren Vereinskollegen, mussten sich letzten Endes aber mit 6:10 den Wassersportfreunden Liblar geschlagen geben, die sich völlig verdient den ersten Platz sicherten.