Mit letztem Tropfen Benzin ins Ziel

Drei gegen einen: Die Uhlenhorster (von rechts) Tom Brinkmann, Jan Fleckhaus und Thilo Stralkowski arbeiten gegen den CHTC mit vereinten Kräften..
Drei gegen einen: Die Uhlenhorster (von rechts) Tom Brinkmann, Jan Fleckhaus und Thilo Stralkowski arbeiten gegen den CHTC mit vereinten Kräften..
Foto: WAZ FotoPool

HTC Uhlenhorst -
Crefelder HTC 8:7 (5:5)

Tore: 1:0 (2.) Schmitz, 2:0 (7., KE) Windfeder, 2:1 (11.) Breucker, 2:2 (15.) Wild, 2:3 (19.) Klein, 3:3 20., Siebenmeter) Schmitz, 4:3 (22., KE) Stralkowski, 4:4 (25., KE) Schmidt, 4:5 (26.) Pelzner, 5:5 (29.) Nitschke, 6:5 (39., KE) Weinke, 6:6 (44., KE) Deecke, 6:7 (55.) Schmidt, 7:7 (58., KE) Stralkowski, 8:7 (60., Siebenmeter) Stralkowski
HTCU: Küppers, B. Brinkmann - Weinke, Windfeder, T. Brinkmann, Schmitz, Matania, Nitschke, Stralkowski, Fürk, Fleckhaus, Godau
CHTC: Appel, Sakowsky - Funken, Deecke, Wellen, Klein, Pelzner,Wild, Schmidt, Wüterich, Breucker, Alt
Ecken: 7 (4 Tore)/7 (2 Tore
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: B. Göntgen (Kahlenberger HTC)/M. Knülle (SSG St. Augustin)

Manchmal darf die Spannung ruhig auf die Spitze getrieben werden, wenn nach getaner Schweißarbeit der Krimi den erhofften Ausgang nimmt. Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst musste am Samstagnachmittag in einem sensationellen Match alles investieren, um sich gegen den alle Kräfte mobilisierenden Crefelder HTC zu stemmen und in der Last-Minute-Ausrichtung schlussendlich durchzusetzen. Die Zuschauer in der Sporthalle Lehnerstraße sahen ein packendes Spiel und feierten die Uhlen, die die Viertelfinal-Teilnahme in der Tasche haben. Jetzt steuert alles auf den Showdown am kommenden Sonntag gegen Rot-Weiss Köln zu.

Die ohne die erkrankten bzw. verletzten Ole Keusgen, Philipp Rohrbach und Timm Herzbruch angetretenen Gastgeber erwischten gegen den um seine letzten Chance kämpfenden CHTC den erhofften Heißstart. Angreifer Johannes Schmitz mit einem feinen Lupfer und Abwehrspieler Lukas Windfeder mit der ersten Ecke - früh stand es 2:0 für den Tabellenführer.

Die ersten Chancen bleiben liegen

Nach dem Anschlusstreffer der Gäste blieben aber die ersten Chancen liegen. Kapitän Thilo Stralkowski traf bei der zweiten Ecke nur den Querbalken, beim folgenden Angriff vergab Schmitz freistehend. Dumm gelaufen, denn im direkten Gegenzug hieß es 2:2. Gar 2:3 hieß es, als HTCU-Torwart Lennart Küppers beim Schuss von Felix Klein nicht gut aussah.

Das Duell nahm nun richtig Tempo auf. Ohne Pause ging es rauf und runter. Die Uhlen erarbeiteten sich gehen die früh attackierenden Krefelder wieder eine Führung. Die wiederum schlugen eiskalt zurück. Nach dem Ausgleich 4:4 blieb durch Nationalspieler Benedikt Fürk die nächste Topchance liegen. Im Gegenzug legte der CHTC dankend nach. Jan Nitschke gab mit einem präzisen Schuss in den Winkel die Antwort. Küppers verhinderte im Gegenzug in großartiger Manier gegen Axel Schmitz den neuerlichen Rückstand. Nach 30 Minuten waren zehn Tore gefallen. Allzu viele sollten nicht mehr folgen.

Nach dem Wiederanpfiff taten sich die Uhlenhorster zunächst über Gebühr schwer: Hektik statt Ruhe, heruntergefahrene Konzentration, schlechte Pässe. Dennoch gelang WM-Fahrer Ferdinand Weinke nach langem Anlauf der Treffer zum 6:5. Der lange Rest bedeutete Zittern pur. Der CHTC gab einfach nicht nach, glich aus und ging gar nach Weinkes Fehlpass abermals in Führung. Der nervenstarke Stralkowski rettete im Schlussspurt per Ecke und Siebenmeter, was zu retten war. „Von der Moral her war es von uns eine gute Leistung, aber es noch viel Luft nach oben“, so der Olympiasieger von London.