Mission erfüllt
11.07.2010 | 18:51 Uhr 2010-07-11T18:51:00+0200
„Wir sind fertig mit dem Leben. Das war ganz brutal, aber wir haben es alle überlebt.“ Martin Tschäge, Schlagmann des Achters der Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim (RRGM) blickte nach getaner Arbeit auf ein buchstäblich heißes, strapaziöses und erfolgreiches Ruderwochenende zurück.
Das Mülheimer Flaggschiff hat quasi im Doppelschlag seine Wasserarbei verrichtet. Blickpunkt Samstag: Die Ruder-Bundesliga gastierte in Krefeld auf dem Elfrather See. Bei der dritten Station der diesjährigen Serie der Königsklasse belegten die Mülheimer im Tagesklassement den sechsten Platz und kletterten in der Tabelle auf Position fünf.
Blickpunkt Sonntag: Auf der Ruhr an der Grenze zwischen Bochum und Witten ging es im Finale um den Ruhr-Pokal 2010. Der schmückt fortan die Vitrine der RRGM.
An das Meeting in Krefeld werden sich Tschäge und Co. noch lange erinnern. Um 10.30 Uhr begann der Reigen, gegen 20 Uhr war es dann geschafft. „Einge Rennen fanden in der brütenden Mittagssonne bei 35 Grad statt, das waren schon große Strapazen für den Körper“, blickt der Schlagmann auf diese spezielle Hitzeschlacht zurück. Der Start geriet für die RRGM noch holprig. Zum Auftakt langte es im Zeitfahren (Qualifikation) nur zum zehnten Platz. Im Achtelfinale drehte das Mülheimer dann aber auf und distanzierte in einem spannenden Rennen Aufsteiger Dresdner SC. Nach der Niederlage im Achtelfinale gegen den Revierrivalen Emscher-Express Wanne-Eickel ging es für die RRGM-Crew um die Plätze fünf bis acht. Im Halbfinale setzten sich die Mülheimer im Sprint gegen den Osnabrücker RV durch, um dann im Halbfinale der Frankfurter RG „Germania“ knapp den Vortritt lassen zu müssen. Laut Tschäge eine vermeidbare Niederlage: „Bei den letzten fünf bis sieben Schlägen haben wir uns abkochen lassen.“ Das Finale gewann der Hamburger und Germania RC gegen den Emscher-Express. Auf die nächste Bundesliga-Etappe am 24. Juli in Hamburg freuen sich die Mülheimer schon jetzt: „Da wird auf der Binnenalster gerudert und die Stimmung ist sensationell“, blickt Tschäge freudig voraus.
Sensationell schnell nahmen am Wochenende die Dinge ihren Lauf. Abends ging es zurück von Krefeld nach Mülheim und am nächsten Morgen bereits weiter zum Ruhr--Pokal-Finale. Der Ausgang kam für die RRGM einer Selbstverständlichkeit gleich: „Dass wir den Pokal gewonnen haben, war nicht überraschend“, hieß es. Die RRGM setzte sich gegen Witten und Bochum durch. Tschäge zum 500-Meter-Sprint: „Näher als eine halbe Länge haben wir die Konkurrenz nicht herankommen lassen und die Führung auf den zweiten 250 Metern ausgebaut.“ Platz 2 hinter dem Boot aus Witten gab es schließlich im Mixed-Achter, in dem vier Frauen und vier Männer gemeinsame Sache machten. „Wir haben unsere Mission erfüllt“, zog Tschäge Bilanz. Dies an einem Wochenende, an dem es das Wetter mit den Aktiven fast schon zu gut meinte.
20:38
Ich habe in Krefeld erstmals einen Ruderwettkampf gesehen, als da am Wochenende Ruderbundesliag war und es war ein toller Tag. Ich hatte gar nicht gewusst, wie spannend es its. Ich werde die Wettkämpfe des Mülheimer Teams weiter verfolgen und diesen starken Kerlen die Daumen drücken
14:23
Bravo
08:51
Suoper Leistung!