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Meisterlese der Superlative

24.02.2016 | 17:46 Uhr
Meisterlese der Superlative
Gruppenbild mit Nationalspielerin: Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim mit (von links) Holger Hasse (DBV-Cheftrainer), Shuichi Yoneyama (Geschäftsführer des Unternehmens YONEX) und Karl-Heinz Kerst (DBV-Präsident).Foto: Oliver Müller

Wenn der Fachmann mit der Zunge schnalzt, dann verweist das auf ein Sportereignis mit großer Strahlkraft. „Das Turnier hat Superseries-Niveau, es ist alles da, was Rang und Namen hat“, blickt Holger Hasse, Chef-Bundestrainer des Deutschen Badminton-Verbandes DBV, auf die nahenden YONEX German Open (1. bis 6. März), die in der RWE-Sporthalle die absolute Weltklasse versammeln.

Nicht nur der Kenner schnalzt mit der Zunge, auch die Zuschauer richten sich mit großer Vorfreude auf ein atemberaubendes Event ein. Nach einer Abstinenz (die Chinesen verfolgten zuletzt einen anderen Turnierfahrplan) sind die Branchenriesen aus dem Reich der Mitte im Olympiajahr (in dem es weiterhin um begehrte Qualifikationspunkte für die Spiele in Rio de Janeiro geht) wieder zu Gast im Ruhrgebiet. Und bescheren dem geneigten Badminton-Freund mit dem gerade bei der weiblichen Kundschaft so beliebten Superstar Lin Dan und Li Xuerui gleich zwei Olympiasieger von London 2012. Zudem schlagen im Feld der 350 Spielerinnen und Spieler aus 45 Nationen neben der zweimaligen Weltmeisterin und Weltranglisten-Ersten Carolina Marin aus Spanien, die nach ihrer letztjährigen Finalniederlage auf Revanche brennt, vier Gewinner der 2015- Ausgabe der internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland auf: Sung Ji Hyun aus Korea im Dameneinzel sowie Jan Ø. Jørgensen (Herreneinzel), Mads Conrad-Petersen/Mads Pieler Kolding (Herrendoppel) und Kamilla Rytter Juhl/Christinna Pedersen (Damendoppel; alle vom frischgebackenen Mannschafts-Europameister Dänemark).

Ansturm auf die Tickets

Das Topmeldeergebnis hat auch für einen Ansturm auf die German-Open-Tickets gesorgt. Die Dauerkarten sind bereis seit drei Wochen vergriffen, für den ohnehin publikumsträchtigen Halbfinaltag steht nur noch ein ganz geringes Kontingent zur Verfügung. „Wer am Samstag in der RWE-Sporthalle sein möchte, muss sich beeilen“, weiß Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Deutschland (VBD).

Auf Expansionskurs befindet sich auch das bei der zahlenden Kundschaft beliebte „Match of the Day“. Was bislang am Freitag begann, startet diesmal bereits am Eröffnungstag. Am Dienstag, 2. März, 19 Uhr, spielt Deutschlands Nummer eins, Marc Zwiebler vom 1. BC Bischmisheim, gegen einen erfolgreichen Qualifikanten. Der gebürtige Bonner (der Weltranglisten-19. ist in Mülheim an Position 14 gesetzt) ist im Übrigen laut Bundestrainer Hasse ein sicherer Kandidat für Rio de Janeiro. Die Jagd nach Qualifikationspunkten endet Anfang Mai bei der EM im französischen La Roche-sur-Yon. Bei den Damen sieht er ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen und Olga Konon vom 1. BC Bischmisheim. Das Mixed Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim) und Birgit Michels (1. BC Beuel) sei aktuell auf einem guten Weg, müsse aber noch fighten. Den Doppeln - Johanna Goliszewski (1. BV Mülheim)/Carla Nelte (TV Refrath) und Michael Fuchs/Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim) räumt Hasse eine 50:50-Chance ein. Da kommen die German Open vor heimischem Publikum gerade recht, um wertvolle Punkte nachzulegen.

Gerd Böttner

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2016-02-24 17:46
Mülheim