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Bogenschießen

MASA BSC erreicht die Endrunde

12.02.2012 | 16:45 Uhr

Der Klassenerhalt war schnell in trockenen Tüchern. Am Ende des Bundesliga-Wettkampftages bejubelten die Bogenschützen des MASA BSC Mülheim in der Sporthalle an der Von-der-Tann-Straße den Einzug in die Endrunde um die deutsche Hallen-Mannschaftsmeisterschaft.

Nur 70 Zuschauer verfolgten am Samstag den Wettbewerb. Die Veranstaltung hätte mehr Beachtung verdient gehabt, denn es waren einige der besten deutschen Bogenschützen in Mülheim am Start und über mangelnde Spannung brauchte sich auch niemand zu beklagen.

Insbesondere für die Gastgeber stand in heimischer Halle noch viel auf dem Spiel. In erster Linie sollte der Klassenerhalt geschafft werden. Der Auftakt verlief nicht ganz so verheißungsvoll. Das Duell gegen die Döbelner Bogenschützen ging mit 225:226 Ringen verloren – ernste Minen bei den Mülheimern.

Schalter umgelegt

Doch dann legten die MASA-Schützen den Schalter um. Nach den Erfolgen über die „Kellerkinder“ SV Hubertus Siegburg (231:223) und SV Dauelsen (227:220) zeigten sie eine tolle Leistung im spannenden und hochklassigen Duell gegen den Rheydter SV. Sie gewannen mit 236:233. „236 Ringe haben wir in einem Bundesligaspiel noch nie geschossen. Das war eine Top-Leistung“, sagte MASA-Trainer Andreas Mayer.

In der Pause nach vier von sieben Partien musste der Mülheimer Vereins-Vorsitzende Rolf Sporleder schon die ersten Glückwünsche abwehren. Die Gastgeber träumten vom Einzug in die Meisterrunde, wollten sich auf dem Weg dorthin aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Zudem standen nun die Duelle gegen die „Top 3“ der Nordgruppen-Tabelle an. Im Spiel gegen den Spitzenreiter SV Querum stand es nach dem dritten Durchgang (18 Pfeile) noch 171:171. Am Ende hatte die Mannschaft aus dem Braunschweiger Vorort aber die Nase deutlich mit 227:220 vorne, weil die Mülheimer eine „Fahrkarte“ geschossen hatten. Auch gegen den Meister BSC Sherwood Herne war mehr drin als das 222:224. Matthias Bretz traf als letzter Schütze nicht „ins Goldene“, sondern nur in die „Acht“. Nach der Korrektur an den Scheiben stand fest, dass eine „Zehn“ für ein Unentschieden gereicht hätte. Somit mussten die Mülheimer in der letzten Partie des Tages gegen den BSC Bergmann-Borsig Berlin mindestens ein Remis erreichen, um aus eigener Kraft das Ticket für die Endrunde zu lösen. Noch einmal kam Spannung auf. Nach zwölf von 24 Pfeilen lagen die Gastgeber mit 110:111 im Hintertreffen. Sollte ihnen auf den letzten Metern die Luft ausgehen? Ist der Druck vor heimischem Publikum, auch wenn nicht so viele Zuschauer in der Halle waren, zu groß? Nein! Die Mülheimer bekamen ihre Nerven wieder in den Griff. Die Berliner schossen während des dritten Abschnittes eine „Sechs“. Damit lag der MASA BSC vor den letzten sechs Pfeilen mit 169:163 vorne. Das Trio ließ sich diese Führung dann nicht mehr nehmen. Ralf Schützhold, Hallenmeister 2011 im Deutschen Bogen-Sport-Verband (DBSV), und Ralf Dill-Roth kamen bei ihren beiden Versuchen jeweils auf insgesamt 19 Ringe. Der für Matthias Bretz eingewechselte Roland Sokalla machte mit zwei „Zehnern“ den Deckel drauf – Endstand 227:217 Ringe. „Roland, super!“, rief der überglückliche Rolf Sporleder laut durch die Halle . Der Einzug in die nationale Endrunde war geschafft.

Marcus Lemke

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